Der Ausbau der Windenergie lahmte im Jahr 2018


Mit 35 neuen Windkraftanlagen und 27 Genehmigungen für den Bau von Anlagen ist die Windkraft in Baden-Württemberg 2018 nur langsam vorangekommen. Grund für diese Entwicklung ist die Umstellung der Fördersystematik auf ein Ausschreibungsmodell sowie die fehlende Ausbauquote für den Süden und Südwesten Deutschlands. Es ist zwar damit zu rechnen dass im Jahr 2019 wieder mehr Anlagen ans Netz gehen, aber an die Rekordergebnisse aus den Jahren 2016 und 2017 wird Baden-Württemberg nicht mehr herankommen.

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch bedauert, dass er Ausbau der regenerativen Energien insgesamt und der Windenergie im Besonderen im Südwesten so schleppend voran kommen. Trotz schlechter Rahmenbedingungen aus Berlin war 2018 ein Rekordjahr für die Erzeugung von Windstrom, so das Mitglied des Umweltausschusses im baden-württembergischen Landtag.

Aktuell sind 44  Windenergieanlagen bereits genehmigt und könnten gebaut werden. Dies würde einen Leistungszuwachs von 155 Megawatt (MW) bedeuten. Hinzu kommen 135 Anlagen mit einer Leistung von gut 470 Megawatt die im Genehmigungsverfahren sind.

Insgesamt lieferten zum Jahresende 2018 720 Windkraftanlagen in Baden-Württemberg erneuerbaren Strom, das sind doppelt so viele wie Ende 2011. Die installierte Leistung hat sich in diesem Zeitraum von knapp 480 MW auf rund 1 500 MW verdreifacht. Der Windstromertrag eines durchschnittlichen Windjahres wird sich sogar von rund 600 Gigawattstunden (GWh) auf voraussichtlich etwa 2 700 GWh mehr als vervierfachen.

„Die Zahlen zeigen: Die Windkraft ist eine Säule der Energiewende auch in Baden-Württemberg und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, so Alexander Schoch.  Dank der Windkraft werden in Baden-Württemberg jedes Jahr rund 1,8 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase emittiert.

Die Bundesregierung müsse nun endlich liefern, also Rahmenbedingungen schaffen um den Ausbau der Windenergie zu verbessern, insbesondere für den Süden Deutschlands, um auch die gesetzten Klimaschutzziele einhalten zu können, fordert der Abgeordnete.

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