Das Blaukernauge (Miois dryas) ist eine naturschutzfachlich bedeutsame Art

Alexander Schoch: Der Vertragsnaturschutz im Landkreis ist auf einem guten Weg

Es sei erfreulich, so der Landtagsabgeordnete, dass es im Jahr 2017 gelungen sei rund eine Million Euro aus der Landschaftspflegeförderung für eine Fläche von rund 1.600 Hektar im Landkreis einzusetzen.

Es sei zu erwarten, dass für das Jahr 2018 etwas höhere Fördersummen abgerufen werden können. Im Jahr 1992, also ein Jahr nach der Gründung des Landschaftserhaltungsverbands Landkreis Emmendingen e.V. (LEV), konnten lediglich Fördergelder für 200 Hektar Landschaftspflegeflächen ausbezahlt werden.

Für die enorme Zunahme im Landkreis sei, so der Abgeordnete weiter, die gute Zusammenarbeit von Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen verantwortlich. Hinzu komme, dass bei der Umsetzung der Landschaftspflegerichtlinien (LPR) Untere Naturschutzbehörde (UNB), Untere Landwirtschaftsbehörde (ULB) und der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Emmendingen e.V. (LEV) eng in einem gemeinsamen Team zusammenarbeiten. Dieses gemeinsame Eintreten aller Beteiligten für die ökologische Vielfalt sei eine sinnvolle und vorbildliche Entscheidung, wie die Kennzahlen für die Landschaftspflege im Landkreis eindrucksvoll belegen.

Derzeit sind um die 300 Land- und forstwirtschaftliche Betriebe am Programm der Landschaftspflegerichtlinien beteiligt. Aber auch Kommunen, Naturschutzverbände und teilweise Privatpersonen können sich als Landschaftspfleger engagieren.

Der Landkreis Emmendingen setzt zur Erfüllung der Landschaftspflege- und Naturschutzzielsetzungen wo immer es möglich ist auf freiwillige Leistungen, die über die Landschaftspflegerichtlinie des Landes Baden-Württemberg (LPR) gefördert werden.

Der größte Teil der Mittel für die LPR kommen aus Landestöpfen. Auch von der EU und vom Bund sind Förderungen möglich.  Etwa 2/3 der Mittel kommen aus Naturschutztöpfen des Umweltministeriums (UM) und etwa 1/3 der Gelder kommen aus landwirtschaftlichen Förderungen des Ministeriums für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) im Rahmen der Biotopvernetzung und der Mindestflur.

Der Mitteleinsatz reicht von den extensiven Heuwiesen im Rheintal (z.B. Gewann See in Nimburg) über die Böschungspflege am Kaiserstuhl und in der Vorbergzone bis zum großen FFH- und Vogelschutzgebiet am Rohrhardsberg, Obere Elz und Wilde Gutach.

Hier liegt der Schwerpunkt bei der Offenhaltung durch extensive Grünlandbewirtschaftung. Der Erhalt der der seltenen Niederwälder wird auf rund 260 Hektar gefördert. Durch die Böschungspflege in der Breisgauer Vorbergzone und am Kaiserstuhl können die Vorkommen von seltenen Tieren und Pflanzen geschützt oder überhaupt erst ermöglicht werden.

 

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