Ranking Erneuerbare Energien - BW Platz 1

Ländervergleich im Ausbau Erneuerbarer Energien – Baden-Württemberg belegt Platz 1

Ländervergleich im Ausbau Erneuerbarer Energien – Baden-Württemberg belegt Platz 1

Im Vergleich der Bundesländer hinsichtlich des Ausbaus Erneuerbarer Energien schneidet nach einer aktuellen Studie Baden-Württemberg am besten ab!

Die Potenziale, Herausforderungen und Strategien der Bundesländer bei der Energiewende sind sehr heterogen. Ein Vergleich der Ansätze ist demnach nicht einfach – für die Identifikation der besten Konzepte und Vorreiterländer dennoch möglich und nötig. Dazu dürfen natürlich nicht absolute Kennzahlen verwendet werden, sondern es müssen statistische Daten auf Potenzialgrößen oder andere Vergleichswerte bezogen werden. Unterschiedliche politische Ansätze der Bundesländer müssen vergleichbar gemacht werden. Ein solches Methoden- und Indikatorengerüst hat die AEE gemeinsam mit dem Deutschen Ins

titut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) Baden-Württemberg bereits 2008 entwickelt und seitdem in nun schon fünf Ausgaben eine Bundesländervergleichsstudie zum Ausbau Erneuerbarer Energien durchgeführt.

Die aktuelle Veröffentlichung der Studie erfolgte Ende des Jahres 2017.

In der Studie werden auf Basis von rund 60 Indikatoren sowohl politische Anstrengungen als auch statistische Erfolge zur Energiewende gemessen, aufgeteilt in die Bereiche Ausbau und Nutzung Erneuerbarer Energien sowie wirtschaftlich-technologischer Wandel. Neben einer Vielzahl von quantitativen Indikatoren werden auch Befragungen und Bewertungen vorgenommen, um den komplexen Energiewende-Prozess möglichst gut abbilden zu können. Die Methodik der Studie ist dabei über die Jahre prinzipiell gleich geblieben, allerdings haben sich einige Indikatoren verändert, um neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Beispielsweise wurde in der letzten Studienausgabe von 2017 erstmals der Ausbau von PV-Batteriespeichern mit einbezogen, welcher zuvor einfach noch keine Rolle gespielt hat. Trotz dieser leichten Anpassungen sind die einzelnen Studienveröffentlichungen damit grundsätzlich untereinander vergleichbar und zeigen so auch über die Jahre energiepolitische und -wirtschaftliche Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern auf.

Bei der Gesamtbewertung der Länder im Rahmen dieser Vergleichsstudie zum Ausbau Erneuerbarer Energien schneiden tendenziell die neuen Bundesländer (ohne Berlin) stark ab. Dies hat durchaus strukturelle Gründe, da die neuen Länder nach dem Zusammenbruch der ostdeutschen Wirtschaft und des Abschaltens vieler veralteter Braunkohlekraftwerke nach der deutschen Einheit auf Erneuerbare Energien als neuen Wirtschaftszweig setzten.

Baden-Württemberg steht auf Platz 1.

Im Gesamtranking der letzten Studienausgabe belegt jedoch Baden-Württemberg den ersten Platz, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Baden-Württemberg kann dabei vor allem durch sein politisches Engagement hinsichtlich der Energiewende punkten, in Bayern sind dagegen die statistischen Erfolge beim Umstieg auf Erneuerbare Energien am stärksten ausgeprägt. Mecklenburg-Vorpommern hat seine Stärken vor allem im wirtschaftlichen Bereich. Der mit der Nutzung Erneuerbarer Energien einhergehende Strukturwandel wurde hier besonders gewinnbringend gestaltet. Allein die drei bestplatzierten Länder weisen also sehr unterschiedliche Charakteristiken hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen beim Ausbau Erneuerbarer Energien auf. Dies gilt natürlich ebenso für alle anderen Bundesländer. Dabei gibt es kein Land, das in dieser Vergleichsstudie in allen Punkten im vorderen Bereich abgeschnitten hat – aber ebenso wenig ein Bundesland, das bei allen Indikatoren stets im Hintertreffen wäre. Hier zeigt sich wiederum, dass alle Länder ganz unterschiedliche EnergiewendeProfile haben, dass aber auch alle von den jeweils anderen noch etwas lernen können. Daher lässt sich die Energiewende nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Rollen und mit Anstrengungen jedes einzelnen Landes erfolgreich gestalten.

Hier geht es zur vollständigen Studie!

 

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