Informationsfahrt zum Hartmannsweilerkopf

Alexander Schoch mit Bürgerinnen und Bürgern aus seinem Wahlkreis auf Informationsfahrt zum Hartmannsweilerkopf in den Vogesen . Dr. Uwe Berndt vom Studienhaus Wiesneck führte die Gruppe über das ehemalige Schlachtfeld.

Dr. Uwe Berndt mit der Gruppe auf dem Rundweg auf dem Hartmannsweilerkopf

Im November dieses Jahres jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. In den vergangenen vier Jahren gab es zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen und Veröffentlichungen, die an den „Großen Krieg“ erinnern aber auch bisher wenig beachtete oder unbekannte Aspekte aufgearbeitet und neu bewertet haben. Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch lud zu diesem Anlass zu einer Informationsfahrt zum Hartmannsweilerkopf 2017 mit Besuch des eröffneten Historial franco-allemand ein. Dr. Uwe Berndt vom Studienhaus Wiesneck übernahm die Führung der Gruppe.

Elsaß-Lothringen, nach 1871 „Deutsches Reichsland“, befand sich nach dem Kriegsausbruch 1914 an der Front, die ab 1915 mitten durch die Vogesen verlief. Am Hartmannsweilerkopf, nordwestlich von Wattwiller, trafen die gegnerischen Truppen in einem entsetzlichen Stellungkrieg aufeinander, der unzählige Opfer forderte und dem Hartmannsweilerkopf die Bezeichnung „Menschenfresser“ einbrachte. Der dortige Frontabschnitt gehörte zu den wenigen, an denen sich bis zum Schluss nur Deutsche und Franzosen gegenüber standen und bot sich damit für die Errichtung des deutsch-französischen Memorial und als Gedenkort an.

Mittagspause am Gipfel

Schützengräben und Verteidigungsanlagen beider Seiten sind erhalten oder wieder hergerichtet und können auf einem Rundweg, der auch zum Gipfel des Hartmannsweilerkopf auf 957m Höhe führt, besichtigt werden. Diese Möglichkeit nutzte auch die Gruppe aus Emmendingen. Uwe Berndt wusste entlang des Weges viel Interessantes zur Geschichte des Berges auch aus der Nachkriegszeit, zu berichten.

Nach einer Mittagspause am Gipfelkreuz, bei der die wunderschöne Aussicht Richtung Grand Ballon und Rheintal bewundert werden konnte, ging es zurück zum Historial. Die dortige Ausstellung rundete den Ausflug ab.

„Wie bemerkenswert die Entwicklung der Grenzregion am Oberrhein im letzten Jahrhundert ist, wird beim Anblick des Schlachtfelds und im Historial sehr deutlich. Dass Deutsche und Franzosen die Tragödien des Ersten und später des Zweiten Weltkriegs überwunden haben und wir heute zuerst an die deutsch-französische Freundschaft und nicht mehr an die sog. Erbfeindschaft denken, ist eine der großen Errungenschaften der Geschichte und Voraussetzung für den Erhalt des Friedens in Europa.“ so Alexander Schoch. 

Weitere Informationen und Bilder:

 

Link zum Historial: http://memorial-hwk.eu/va/index.php

 

Verwandte Artikel