Betriebsrundgang mit Minister Hauk und Alexander Schoch auf dem Hofbauernhof in Simonswald

Landwirtschaftsminister Hauk und Alexander Schoch zu Besuch auf dem Hofbauernhof in Simonswald-Griesbach

Herausforderungen der Landwirtschaft im Landkreis Emmendingen:
Landwirtschaftsminister Hauk und Alexander Schoch zu Besuch auf dem Hofbauernhof in Simonswald-Griesbach

Im Rahmen seiner Sommertour lud Alexander Schoch Landwirtschaftsminister Hauk in den Wahlkreis ein um ihn über die besonderen Herausforderungen der Landwirtschaft im Landkreis Emmendingen zu informieren.

Die Familie Schindler bewirtschaftet den Hofbauernhof in Simonswald-Griesbach im Nebenerwerb. Von den ca. 70 ha Hoffläche sind 85% Wald und ca. 8 ha Grünland. Die vier Mutterkühe mit Nachzucht werden in saisonaler Anbindehaltung gehalten. Allerdings befinden sich die Tiere so oft es geht auf der Weide. Durch ein eventuelles Verbot der Anbindehaltung und den damit verbundenen Investitionskosten in einen neuen Stall, könnte die Zukunft des Betriebes in Frage gestellt sein. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen, könnte auch eine Hofübernahme durch eines der vier berufstätigen Kinder unwahrscheinlicher werden.

Betriebe wie der Hofbauernhof sind im Simonswäldertal aber auch im gesamten Schwarzwald keine Seltenheit. Diese landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebe sind für die Offenhaltung der Landschaft unverzichtbar. Sie tragen durch ihre Wirtschaftsweise auch zu einer vielfältigeren Pflanzen- und Insektenwelt bei und sind damit wichtige Landschaftspfleger.

Alexander Schoch konnte auf dem Hof  Simonswalds Bürgermeister Stephan Schonefeld, Landwirte aus der Nachbarschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Verbänden begrüßen. Der Landschaftserhaltungsverband wurde durch Geschäftsführer Hans Page vertreten, Peter Ackermann war für das Landwirtschaftsamt anwesend und für die Forstverwaltung Michael Moosmayer, Bernhard Baumann und Bernd Maier, so wie Judith Bothe für das Regierungspräsidium.

Hauk zeigte sich beeindruckt und stellte klar: „Der Druck auf die Anbindehaltung kommt in erster Linie vom Lebensmittelhandel, die inzwischen stärker aufgrund des öffentlichen Druckes auf das Tierwohl achten. Wenn die Tiere so häufig wie bei Ihnen auf der Weide sind, spricht für mich nichts dagegen.“ Hauk glaube auch nicht, dass ein Verbot in nächster Zeit komme. Wichtig sei, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch, Anreize zu schaffen und Unterstützung anzubieten um die kleinen Betriebe in ihrer Existenz zu sichern. Das Thema Bruttofläche wurde in diesem Zusammenhang angesprochen. Hauk versprach  mit dem Umweltministerium über Lösungen der strittigen Fragen wie z.B. die Art der Messung zu sprechen.

Mit der Forstreform kann der hohe Standard der Waldbewirtschaftung erhalten werden, so Hauk. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) konnten  vorhandene Strukturen weitgehend erhalten werden. Kommunale und private Waldbesitzer haben zukünftig die Wahl, das bewährte Angebot der Landesforstverwaltung weiterzuführen oder sich in Selbstverwaltung umzuorientieren. Durch Vorgaben und Anreizsysteme sowie einen Gemeinwohlausgleich (bei Privatwald bis 2000 ha) werden sie in der Eigenständigkeit unterstützt und gleichzeitig weiterhin hohe Waldbewirtschaftungsstandards auf ganzer Fläche eingehalten.

Alexander Schoch bedankte sich bei der Familie Schindler für Ihr Engagement und für die Einladung auf ihren Hof und sagte die Unterstützung bei der Frage der Abgrenzungskriterien in der Landschaftspflege und für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft zu.

 

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