Alexander Schoch MdL mit Besuchergruppe im Nationalpark Nordschwarzwald

Auf den Spuren von Auerhahn und Höllenotter

Alexander Schoch auch dieses Jahr mit Besuchergruppe im Nationalpark Schwarzwald

Auf den Spuren von Auerhahn und Höllenotter

Auch dieses Jahr bot der grüne Landtagsabgeordnete Alexander Schoch eine Fahrt zum Nationalpark Schwarzwald an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen so die Möglichkeit sich ein eigenes Bild von der Entwicklung des Nationalparks Nordschwarzwald zu machen.

Der Abgeordnete freute sich, dass auch die fünfte Fahrt zum Nationalpark auf großes Interesse stieß. Zum ersten Mal wurde die Exkursion von Wildnisbotschaftern der Young Explorers begleitet. Die jungen Erwachsenen haben in Fortbildungen ihr Wissen über den Nationalpark vertieft und auch Methoden aus der Wildnis Pädagogik mit auf den Weg bekommen. Mit diesem Wissensschatz haben sie eine Führung für den Nationalpark Schwarzwald erstellt, die dazu gedacht ist, noch mehr junge Menschen für die Natur zu begeistern, auch durch Spiele und anderen Methoden.

Die Gruppe wurde von Dr. Sebastian Schwab, dem Leiter der Natur- und Wildnisbildung im Besucherzentrum am Ruhestein empfangen. In einem interessanten Vortrag erläuterte er die Aufgaben und Ziele des Nationalparks. Vorrangiges Ziel eines Nationalparks ist der Natur ihren Lauf zu lassen. Der Nationalpark ist nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern auch für den Menschen da. Besucherinnen und Besucher können hier die wilde Schönheit des Schwarzwalds mit allen Sinnen genießen und sich von der Hektik des Alltags erholen.
Im Februar 2015 hat der Nationalparkrat die erste Gebietsgliederung beschlossen: Der Nationalpark ist nun eingeteilt in drei verschiedene Zonen, die unterschiedlich stark geschützt sind. In der Kernzone, etwa ein Drittel der 10 000 Hektar großen Flächen, sind die natürlichen Prozesse sich selbst überlassen. In der Entwicklungszone, die in den kommenden 30 Jahren nach und nach ebenfalls zur Kernzone werden soll, darf der Mensch an einigen Stellen lenkend eingreifen. Bis zu 25 Prozent der Fläche werden dauerhaft zur sogenannten Managementzone gehören. Hierzu gehören unter anderem der Puffergürtel an den Außengrenzen für das Borkenkäfermanagement und die beweideten Grinden.
Die Bauarbeiten für das neue Besucherzentrum mit Dauer- und Wechselausstellung sowie einer Cafeteria sind in vollem Gange. Nach dessen Fertigstellung können die steigenden Besucherzahlen problemlos aufgenommen werden.

Bei der anschließenden großen Bannwaldrunde führte der Ranger die Gruppe zum Wilden See und damit ins Herz des Nationalparks. Seit mehr als 100 Jahren kann sich hier Natur ohne Holznutzung ungestört entwickeln. Hier kann der wilder werdende Wald mit allen Sinnen erlebet  und viel über Waldökologie und die hier lebenden Tiere und Pflanzen erfahren werden.

Der Ranger zeigte die Folgen des Borkenkäferfraßes und berichtete über seine Arbeiten über das Leben des Auerhahns.

Bevor der große Regen kam und die Gruppe schnellen Schrittes Richtung Busparkplatz ging, hatten manche Teilnehmer sogar das Glück eine Höllenotter persönlich in Augenschein zu nehmen.
„Unser Nationalpark ist ein Beispiel dafür, wie wir in Baden-Württemberg internationale Verpflichtungen umsetzen, biologische Vielfalt fördern und damit auch die Natur dem Menschen näher bringen“, freute sich Alexander Schoch.

Hintergrundinfo:
Im November 2013 hat die grün-geführte baden-württembergische Landesregierung das Projekt „Nationalpark Schwarzwald“ auf den Weg gebracht. Der erste und einzige Nationalpark im Land wurde am 01.01.2014 eröffnet und liegt im nördlichen Schwarzwald entlang der Schwarzwaldhochstraße auf den Höhen zwischen Plättig und Alexanderschanze, seine Fläche umfasst insgesamt ca. 10 000 Hektar. Hier nimmt sich der Mensch so weit wie möglich zurück und lässt der Natur ihren Lauf. Inzwischen hat sich in dem Großschutzgebiet jede Menge getan.

Verwandte Artikel