v.l.n.r. Alexander Schoch MdL,Angieszka Brugger, Dr. Sandra Detzer, Dr. Franziska Brantner, Markus Rasp

Frauenstärkster politischer Aschermittwoch in ganz Deutschland in Emmendingen

Am frauenstärksten politischen Aschermittwoch in Deutschland hatten die Gäste in Emmendingen viel zu schmunzeln und zu lachen. So manche Spitze zielte auf die politischen Mitbewerber, aber auch ernste Themen fehlten nicht. Die GRÜNEN und Alexander Schoch MdL hatten zum 8. Politischen Aschermittwoch Sandra Detzer, Vorsitzende der Grünen in Baden-Württemberg und die beiden Bundestagsabgeordneten Angieszka Brugger und Franziska Brantner eingeladen. Rund 120 Gäste sind in die Emmendinger Steinhalle gekommen, um die unterhaltsamen, frischen und abwechslungs-reichen Aschermittwochsreden zu hören.

Markus Rasp, spontan selbsternannter Quotenmann, begrüßte als Kreisvorstand die Gäste und führte durch den Abend. Musikalisch begleitete das Duo Aco-Coustic, das lockere Mitmach-Stimmung in den Saal brachte. Joachim Saar, OB-Stellvertreter, hieß die Gäste in Emmendingen willkommen. MdL Alexander Schoch stellte in seiner Begrüßung die Bedeutung des ländlichen Raumes heraus und dessen Versorgung. Beispielhaft kritisierte er die Schließung des Bruder-Klaus-Krankhauses, welches den unternehmerischen Interessen der Träger zum Opfer gefallen sei. Ein wichtiges Anliegen war ihm außerdem den neuerdings weithin geduldeten rauen und menschenverachtenden Umgangston anzusprechen. „Dieser Rechtspopulismus darf in unserer weltoffen und gleichzeitig heimatverbunden Gesellschaft keinen Platz haben.“, so Schoch.

Sandra Detzer nahm sich aktuelle Landesthemen vor. „30 Jahre zuvor hatten die Grünen den Ruf der Chaoten. Dieser wird nun von der CDU abgelöst.“ So nahm sie den aktuellen CDU-internen Hickhack um ein reformiertes Landeswahlrecht aufs Korn. Die ergrauten alten Männer hätten Angst davor, das nächste Mal nicht mehr im Landtag zu sitzen. „Die Grünen sind nun die verlässlichen Partner, die sich an Verträge halten.“ Der Landtag von Baden-Württemberg habe deutschlandweit den geringsten Frauenanteil. Selbst das afghanische Parlament habe einen höheren Frauenanteil.

Franziska Brantner witzelte in ihrer Rede über die geplante schwarz-rote Groko. Sie sieht schon die Schlagzeile: „Verkehrsminister will Preissteigerungen von Stuttgart-21 mit Gehweg-Maut für Nicht-EU-Ausländer finanzieren.“ Sie sei gespannt auf neue Folgen der „Regierungs-Daily-Soap: Schlechte Zeiten, Schlechte Zeiten“. Und zur FDP: Ihr Chef, Christian Lindner habe Angst, dass bei einem Kohleausstieg das Licht ausgehe, was zeige, dass er nicht gerade die hellste Leuchte sei.

Agnieska Brugger, Mitglied im Jamaika-Sondierungsteam, bedauert weiterhin das Scheitern. Man habe bereits gute Ergebnisse erreicht, bis der „Lieblings-Schwiegersohn- Typ Lindner“ doch lieber den „Bräutigam, der sich nicht traut“ spielte. Die deutsche Sprache werde wohl bald ein neues Wort reicher: „lindnern“. Das Gezerre um die Regierungsbildung berechtige zur Frage: „Wer wird eher fertig? Berliner Flughafen oder die Regierung?

Alle drei Rednerinnen wurden bei Themen wie Klimawandel und rechtsradikalem Gedankengut ernst und kämpferisch. Sie appellierten an die politische Verantwortung für Enkel und Urenkel sowie daran, unsere Menschenrechte zu achten und zu wahren. 

 

 

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Der politische Aschermittwoch in der Presse:

WZO, Emmendinger Tor: Von „merkeln“ bis „lindern“

BZ, „Spitzen zum Aschermittwoch“

 

 

 

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