Baden-Württemberg bundesweit Vorreiter beim Naturschutz

Die Grün-Schwarze Landesregierung startet ein Sonderprogramm zum Erhalt der Artenvielfalt und investiert für die kommenden beiden Jahre rund 30 Millionen Euro. „Dies ist eine gute Nachricht für unser Ökosystem“, so der Grüne Landtagsabgeordnete Alexander Schoch. Dieser Beschluss des Kabinetts sei eine dringend notwendige Reaktion auf das Insektensterben, den Klimawandel, der Zersiedlung und der intensiven Landwirtschaft – denn die Artenvielfalt ist von vielen Seiten bedroht. „Die freigestellten Mittel und die geplante Vorgehensweise geben uns die Möglichkeit schnell, effizient und zielgerecht zu agieren.“, hofft der Landtagsabgeordnete.

Die Einigung sei ein großer Erfolg der grün-schwarzen Koalition. Sie bedeutet zum einen wieder mehr Artenvielfalt in Zukunft und schon bald weniger Pestizide in der Landwirtschaft. Baden-Württemberg erstellt als erstes Bundesland einen Plan zur Verringerung von Pflanzenschutzmitteln wie Glyphosat. Beim Naturschutz ist der Süd-Westen damit bundesweit Vorreiter und legt die Messlatte für alle Länder hoch. Alexander Schoch freut sich, dass auch die Naturschutzverbände Naturschutzbund (Nabu), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Landenaturschutzverband (LNV) die Anstrengungen der Landesregierung würdigen. Sie bezeichnen das Sonderprogramm als ‚wichtigen Meilenstein für den Naturschutz‘. „Die Artenvielfalt zu erhalten, sei eine Generationenaufgabe.“ betonte auch der Regierungschef Winfried Kretschmann nach dem Beschluss des Kabinetts in der Pressekonferenz.

In erster Linie sollen Landwirte, Privatwaldbesitzer und Schäfer Mittel bekommen, damit sie Wiesenblumen an Feld- und Straßenrändern säen, Moore schützen und Wacholderheiden frei halten können. Um die Gelder gezielt einzusetzen, kommen sechs Millionen Euro für ein sogenanntes Monitoring hinzu. Hierbei sollen beispielsweise die Menge im Südwesten vorkommender Insekten und Fledermäuse bestimmt werden.

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