Manfred Kern (kulturpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg), Noemi Wertheimer und Carola Grasse (2. und 1. Vorstitzende des Vereins für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und Alexander Schoch im Jüdischen Museum Emmendingen

Alexander Schoch und Manfred Kern im Jüdischen Museum in Emmendingen

Der Kulturpolitische Sprecher Kern informierte sich vor Ort über die neue Dauerausstellung.

Das Jüdische Museum in Emmendingen ist seit 1997 ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft im Landkreis; Lern- und Erinnerungsort zugleich. Nach dem Besuch der Eröffnung der neuen Dauerausstellung am Sonntag nutzte der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch nun die Gelegenheit seinem Fraktionskollegen Manfred Kern, der in Schochs Wahlkreis zu Gast war, das Museum zu zeigen. Carola Grasse und Noemi Wertheimer, die beiden Vorsitzenden des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., empfingen die beiden Politiker zunächst im Hof des kleinen Häuschens am Schlossplatz, das eine Mikwe aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beherbergt. Das jüdische Ritualbad steht im Mittelpunkt der neuen, von Monika Rachel Raija Miklis kuratierten Dauerausstellung. Gemeinsam besichtigte man die neuen, vorwiegend in blau gehaltenen Lichttafeln, auf denen, ansprechend und übersichtlich strukturiert, Informationen zur jüdischen Ritualbädern im Allgemeinen und zur Emmendinger Mikwe im Besonderen zu finden sind. Kern, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne im Landtag, und Schoch zeigten sich beeindruckt von den Neuerungen: „Zu sehen, dass Landesmittel vor Ort für eine so gelungene Präsentation eingesetzt werden, ist immer eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit.“ Grasse und Wertheimer führten anschließend durch die Ausstellung im Obergeschoss, wo Exponate zum jüdischem Alltagsleben und Religionsausübung sowie eine Dokumentation der Geschichte der Emmendinger Juden seit 1716 und ihr Schicksal im Dritten Reich zu sehen sind. „Wie wichtig es ist, die Erinnerung an den Holocaust lebendig zu halten, wird angesichts der politischen Entwicklungen der letzten Jahre und vor dem Hintergrund von rechtspopulistischen Parteien in fast allen deutschen Parlamenten deutlich. Die Verknüpfung mit persönlichen Schicksalen macht diesen Teil der Geschichte noch greifbarer.“, sagte Manfred Kern. Alexander Schoch stimmte dem zu: die große und weiter steigende Besucherzahl zeige, dass hier weiterhin Informationsbedarf bestehe. Beide Abgeordneten möchten sich auch in Zukunft für die Förderung von Erinnerungs- und Lernorten einsetzen.

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