Alexander Schoch und Manfred Kern im Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen

PRESSEMITTEILUNG Nr. 95/2017
Emmendingen, den 23.11.2017

Das Deutsche Tagebucharchiv (DTA) ist nicht nur ein Kleinod der Kulturlandschaft im Landkreis, seine Bedeutung reicht -wie der Name schon sagt- weit darüber hinaus. Alexander Schoch sucht bereits seit Jahren mit dem DTA nach Unterstützungsformen für die großartige Einrichtung, um diese auf ein finanziell und personell breiteres Fundament zu stellen. „Als Abgeordneter des hiesigen Wahlkreises liegt mir die Zukunft des Archivs und seines Museums am Herzen“, sagte Schoch. Daher habe er Manfred Kern als kulturpolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion eingeladen, um gemeinsam zu überlegen, wie das Archiv von Landesseite unterstützt werden kann oder wie ein zukunftweisendes Konzept aussehen könnte. Marlene Kayen und Friedrich Kupsch, die Vorsitzenden des DTA e. V. und Geschäftsstellenleiter Gerhard Seitz empfingen die beiden Politiker und stellten Räumlichkeiten und Arbeit des Vereins in einer Führung vor.


Was 1998 im Wohnzimmer der Gründerin und langjährigen Vorsitzenden des DTA e.V. Frauke von Troschke mit einigen wenigen Tagebüchern begonnen hat, ist inzwischen ein professionell geführtes, von Forschern aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland, genutztes und hoch geschätztes Archiv, in dem über 19.000 Dokumente von 4.000 Autoren aufbewahrt werden. Die Tagebücher, Erinnerungen und Briefe werden hier kopiert oder gegebenenfalls transkribiert und verschlagwortet und damit für die Forschung nutzbar gemacht. 2014 kam das kleine Museum dazu, wo jeweils themengebundene Ausstellungen präsentiert werden. Mit dem Anwachsen des Archivs und der zunehmenden Nutzung wuchs naturgemäß auch die anfallende Arbeit, die nicht mehr nur von Vereinsmitgliedern und ehrenamtlich erledigt werden kann. Der Verein hat 1,5 Stellen geschaffen: Geschäftsstellenleiter Gerhard Seitz und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Jutta Jäger-Schenk (50%-Stelle) erledigen das Tagesgeschäft. Das Lesen und Transkribieren der eingereichten Dokumente wird weiter von über 90 Ehrenamtlichen erledigt, die gelegentlich von studentischen Praktikanten unterstützt werden. 
Von Seiten des Vorstandes wurde auch nochmal auf das große Engagement der Stadt Emmendingen zur Unterstützung des DTA hingewiesen, die dem Archiv die Räume im Alten Rathaus zur Verfügung stellt. In der anschließenden Gesprächsrunde zeigte sich Manfred Kern beeindruckt vom DTA: „Was hier größtenteils von Ehrenamtlichen geleistet wird, ist professionell und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dass die Zeitzeugnisse im DTA nicht nur aufbewahrt, sondern auch wissenschaftlich nutzbar gemacht werden, macht die Einrichtung umso bedeutsamer“, so der Abgeordnete. Mit dem Team des DTA besprachen Schoch und Kern Förderungsmöglichkeiten und weitere Perspektiven der Einrichtung. Man will sich nun in Stuttgart gemeinsam darum bemühen, dass hier für diese tolle Einrichtung ein vernünftiges, tragfähiges und zukunftweisendes Konzept entsteht.

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