Stell mich an – nicht AUS!

Alexander Schoch bei Ausstellung der Freiburger Caritas

Die Wirtschaftslage in Südbaden ist gut, die Arbeitslosenzahlen sinken. Im Landkreis Emmendingen nähert sich die Quote (Juni 2017: 2,6%) der Vollbeschäftigung, in Freiburg (Stadt) liegt sie um 5%. Trotz der positiven Entwicklung sinkt eine Zahl meist nicht: die der Langzeitarbeitslosen. Oft stecken hinter diesen Zahlen Lebensgeschichten und Schicksale, die es Menschen erheblich erschweren, in den Arbeitsmarkt (zurück) zu finden, was häufig gesellschaftliche Ausgrenzung zur Folge hat. Darauf macht die Caritas in einer bundesweiten Ausstellung aufmerksam.

Zu der Freiburger Station der Ausstellung „Stell mich an – nicht AUS!“ kam Alexander Schoch. Der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der grünen Landtagsfraktion unterstützt das Anliegen der Caritas auf diese Schicksale aufmerksam zu machen: „Die Probleme der langzeitarbeitslosen Menschen sind uns sehr bewusst. Von uns Grünen implementierte Programme im Land, wie der Passiv-Aktiv-Tausch, zielen darauf ab, ihnen den Wiedereinstieg zu vereinfachen und durch finanzielle Unterstützung Hemmschwellen bei Arbeitgebern abzubauen. Wir wollen Arbeit, nicht Arbeitslosigkeit finanzieren. Dazu muss das SGB II geändert werden.“ Gesellschaftliche und berufliche Teilhabe gehen meist Hand in Hand. Daher, so der Politiker, wolle man Programme, die Langzeitarbeitslose auf ihrem Weg zurück in den Beruf unterstützen, weiter ausbauen und fortführen.

 

 

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