Ehe für Alle!

In Deutschland gilt die Ehe künftig auch für gleichgeschlechtliche Paare. Im Bundestag stimmten SPD, Linke, Grüne und Teile der Union Ende der Woche für das entsprechende Gesetz. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist allen Meinungsumfragen zufolge schon lange dafür, Schwulen und Lesben die Hochzeit zu ermöglichen. Verständlich, dass nun alle, die auf diese längst überfällige Entscheidung des Parlaments mit hingewirkt haben, feiern.

Es war auch nicht eine unbedarfte Äußerung Merkels, man solle die Frage zur Gewissensentscheidung machen. Vorher nämlich hatten zuerst die GRÜNEN, dann die FDP und schließlich die SPD die „Ehe für alle“ zur Bedingung für eine Koalition, mit wem auch immer, gemacht. Das war das Stöckchen, über das Merkel gesprungen ist, auch im Interesse von Unionsabgeordneten und um das Thema nicht zu einem Wahlkampfthema werden zu lassen. Es war ein guter Tag für die Demokratie .

„Nun ist unser Kampf für die Öffnung der Ehe endlich von Erfolg gekrönt worden“, so Alexander Schoch. Überall wo die Liebe hinfällt, darf nun auch geheiratet werden – und das ist gut so. 22 Länder weltweit, davon 13 in Europa, haben bereits die Ehe für alle eingeführt. Bald wir auch in Deutschland möglich sein, was in Frankreich und Finnland, in den USA und Uruguay, in den Niederlanden und Neuseeland längst geltendes Recht ist. Das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare war eine massive lebenspraktische und symbolische Diskriminierung, denn es gab keine nachvollziehbaren Gründe, warum der Staat gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf Eheschließung verweigerte. Alexander Schoch begrüßt, dass der Bundestag nach einer historischen, aber kurzen Debatte diesen Beschluss gefasst hat.

 

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