Schoch: Landesförderung für Landwirte beim Kauf von Maschinen und Geräten, die Umweltbelastungen und Emissionen verringern bis Ende 2019 möglich

PRESSEMITTEILUNG Nr. 53/2017
Emmendingen, den 20.06.2017

Angeregt vom Bericht eines Winzers in seinem Wahlkreis zum Einsatz eines Tunnelsprühgerätes und den damit erzielten Einsparungen an Pflanzenschutzmitteln und Emissionen, erkundigte sich der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch beim Stuttgarter Landwirtschaftsministerium nach Fördermöglichkeiten für Landwirte, zur Anschaffung eines solchen Gerätes, da Maschinen und Geräte zur Außenwirtschaft von der Förderung normalerweise ausgeschlossen sind.

Hierzu gibt es aber Ausnahmen, wie aus der Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum hervorgeht: werden Maschinen und Geräte angeschafft, deren Einsatz zur deutlichen Minderung von Emissionen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern und/oder der damit einhergehenden Umweltbelastungen führt, kann bis zum 31.12.2019 im Rahmen einer Ausnahme Förderung nach der einzelbetrieblichen Förderung landwirtschaftlicher Unternehmen (AFP) gewährt werden. Als Basisförderung gilt ein Zuschuss von 20% der investierten Summe. Dazu muss der beantragende Betrieb die Förderungsvoraussetzungen nach AFP erfüllen. Ist dies der Fall, können entsprechende Geräte bereits jetzt gefördert werden. Alexander Schoch empfiehlt den Landwirten im Landkreis Emmendingen, die über die Anschaffung eines solchen Gerätes nachdenken, den Förderzeitraum zu nutzen. „Wenn Pflanzenschutzmittel eingespart werden kann, kommt das dem Schutz von Böden und Grundwasser zugute, was uns allen hilft“, so der Sprecher für Ressourceneffizienz der Grünen Landtagsfraktion.

Hintergrund: Tunnelsprühgeräte ermöglichen Einsparungen an Pflanzenschutzmitteln von 30-40% und vermindern die Abdrift, also der Anteil des eingesetzten Mittels, das nicht auf der vorgesehenen Fläche landet, um bis zu 95%. Gerade Biowinzer und -landwirte können hiervon profitieren, da die Mengen, die sie zum Düngen einsetzen dürfen, stark begrenzt sind. Aber auch der Einsatz der Geräte im konventionellen Landbau ist lohnenswert. 

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