Alexander Schoch bei der Einweihung des Radwegs in Prechtal.

200 Jahre Fahrrad – Alexander Schoch zur Entwicklung des Radwegnetzes im Landkreis Emmendingen

Am 12. Juni 1817 unternahm der Forstbeamte und Erfinder Karl Drais die erste Fahrt mit seiner Laufmaschine, der später nach ihm benannten Draisine. Mit diesem Ur-Fahrrad aus zwei gleich großen, hölzernen Rädern, Deichsellenker und Sitz zwischen den beiden Rädern fuhr er von seinem Wohnhaus in Mannheim sieben Kilometer zum Relaishaus Schwetzingen im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau. In der nordbadischen Stadt finden in diesem Jahr auch die Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag dieser Fahrt statt. Bei „Monnem Bike“ wurde das Fahrrad mit mehr als 100 Veranstaltungen gefeiert, von Rennfahrten über Diskussionen zur Helmpflicht bis hin zu Ausstellungen der aktuellsten Zweirad-Trends von zahlreichen Besuchern gefeiert.

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch nahm dieses Jubiläum zum Anlass, sich die Entwicklung des Radverkehrs im Landkreis Emmendingen genauer anzuschauen. Wie im gesamten Breisgau ist auch hier das Fahrrad nicht nur als Freizeitgefährt, sondern auch als Pendler-Fahrzeug gerne genutzt. Dies sei, wie der Abgeordnete betont, eine Win-Win-Situation: vom regen Radverkehr profitieren Umwelt und Gesundheit der Fahrer. Vergnüglich und sicher sind die mit dem Fahrrad zurück gelegten Wege aber nur, wenn es die entsprechende Infrastruktur gibt. Das Verkehrsministerium unter Winfried Hermann hat sich daher darangemacht, eine RadSTRATEGIE zu entwickeln, nach der das Land gemeinsam mit Stadt- und Landkreisen das Radwegnetz ausbauen und Lücken zu schließen.

Alexander Schoch, der sich im Jahr 2015 auf verschiedenen politischen Radtouren im Landkreis über Problemstellen im hiesigen Radwegenetz informiert hatte, freut sich, dass inzwischen einige der damals festgestellten Problemstellen Vergangenheit sind bzw. in der Planung sind. So wurde mit dem im Juni 2016 eingeweihten Radweg zwischen Schrahöfe und Unterprechtal sowie weiter bis Oberprechtal an der L107eine wichtige Lücke geschlossen, die den Radverkehr im Elztal sicherer machte. Dazu wird auch der Radweg zwischen Elzach und Pelzmühle entlang der B294 weiter beitragen. Der gefährliche Übergang über die Elz bei Waldkirch Buchholz wird noch in diesem Jahr durch eine Elzbrücke entschärft und die Radweglücke zwischen Kenzingen-Hecklingen und Malterdingen wird geschlossen. Auch das Pendeln auf dem Rad zwischen Emmendingen bzw. Waldkirch und Freiburg soll noch besser werden, hier werden Radschnellwege geprüft. Angesichts dieser Erfolge will der Abgeordnete aber nicht nachlassen, sondern sich weiterhin dafür einsetzen, dass Problemstellen entschärft und neue Strecken gebaut werden. So ist die beengte Situation der Radfahrer zwischen Forchheim und Kenzingen bisher nicht gelöst und zwischen Sasbach und Jechtingen bzw. Wyhl fehlen weiterhin Radwege. In Biederbach müssen noch 500-700m Radweg entlang der L101 gebaut werden, hier soll geprüft werden, ob hier eine Förderung über das Radweglückenschlussprogramm möglich ist. Der Abgeordnete hofft, dass auch hier so bald wie möglich Verbesserungen erreicht werden, so dass das Ziel des Landes, den Anteil des Radverkehrs bis 2025 auf 20% zu erhöhen, auch im Landkreis erreicht werden kann. Hier hat der Abgeordnete angeregt auf Landkreisebene nochmals eine Kreisradwegebereisung mit dem Kreistag durchzuführen, um gerade die Priorisierung der Radwege durchzuführen, so sieht Schoch gerade Handlungsbedarf zwischen Endingen und Königschaffhausen.

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