Stilllegung von Fessenheim erneut unsicher

Der Verwaltungsrat des Kraftwerkbetreibers Electricité France hat gestern beschlossen, den Antrag auf Stilllegung des AKW Fessenheim nicht mehr unter Präsident Francois Hollande zu entscheiden.

Damit wurde in den letzten fünf Jahren die Chance verpasst, zumindest unumkehrbar zu beschließen, den Schrottreaktor endlich abzuschalten. „Ich hoffe weiter, dass es endlich zur Schließung kommt. Ein marodes AKW weiterhin zu betreiben, beinhalten ein enormes Risiko für alle Menschen in der Region.“

Dies sieht auch Christoph Gurlitt aus Endingen so, der sich in einem Schreiben an die französische Botschaft gewandt hat:

Sehr geehrte Frau Bihet,

nun ist über ein Jahr vergangen seit wir unser Anliegen an Ihren Präsidenten gerichtet haben.

Er hat unseren Brief zwar weitergeleitet, was ich sehr geschätzt habe und schätze.

Leider antworten Sie uns nicht mehr.

Und Madame Royal aber hat uns auch nicht geantwortet.

Keine Reaktion – wie auch immer.

Wie würde es Ihnen in unserem/meinem Fall zu Mute sein?

Ist dies die neue Ebene unserer französisch-deutschen Freundschaft, die Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer einst begründeten?

Eine Freundschaft stelle ich mir anders vor.

Aber sicher, Sie haben ja so viel zu tun und wirklich keine Zeit für unsere Sorgen um einen Schrottreaktor in ca. 35 km Entfernung.

Schade … an wen kann ich mich das nächste Mal wenden?

Vielleicht beantworten Sie mir aber doch noch meine letzte Frage.

Au revoir et à bientôt hofft mit (immer noch) freundlichen Grüßen

Christoph Gurlitt

 

 

 

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