Startschuss für verschiedene Projekte in Biederbach, Elzach, Endingen, Sasbach, Teningen und Freiamt

PRESSEMITTEILUNG Nr. 23/2017
Emmendingen, den 23.03.2017

MdL Alexander Schoch: „Grün-Schwarz investiert in den Ländlichen Raum – 889.070€ aus dem ELR-Programm gehen in den Landkreis Emmendingen.

Elzach erhält zur Unterstützung von vier Projekten (zwei Baulückenschlüsse: Hotel inkl. Kochschule und eine eigengenutzte Wohnung im Ortskern), dem Neubau eines Betriebshofes im Firmenpark „Rißlersberg“ und dem Neubau des Kleinstkindbereichs im Freibad insgesamt 268.495€.
Nach Endingen–Kiechlinsbergen gehen 50.000€ für zur Umnutzung einer Scheune im Ortskern zu einer Wohnung, nach Biederbach fließen 68.150€.

In Sasbach / Jechtingen kann sich eine Metzgerei über einen Zuschuss zur Erweiterung und Modernisierung ihres Verkaufsraums freuen. Außerdem wird die Modernisierung der Mehrzweckhalle unterstützt. Im Ortsteil Jechtigen wird die Umnutzung einer ehemaligen Lagerhalle zur vier Wohnungen zur Vermietung gefördert. Die Gesamtfördersumme für Sasbach beträgt 461.475€.

Für einen Baulückenschluss im Ortskern von Teningen-Köndringen stehen 20.000€ zur Verfügung.

Nach Freiamt gehen 89.100€. Neben der Förderung von Baulückenschlüssen, stehen Baureifmachung und Wiederaufbau einer Gaststätte auf dem Plan.

Die Grün-geführte Landesregierung fördert Wohnen, wohnortnahe Versorgung, Arbeiten, und attraktive Ortskerne in den Gemeinden im Ländlichen Raum in Baden-Württemberg in 2017 mit 62 Mio. €. Damit liegt die Fördersumme bereits zum siebten Mal in Folge über derjenigen von 2010. Diese hatte bei 47,9 Millionen Euro gelegen. Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (kurz ELR) stärkt gezielt die ländlichen Regionen in Baden-Württemberg.

„Dass sich so viele Projekte aus dem Landkreis, aus Elzach sogar gleich vier Projekte, im Wettbewerb um die besten Projekte 2017 durchgesetzt haben, das ist eine Auszeichnung“, sagt der Grünen-Abgeordnete Alexander Schoch. Das Programm für den Ländlichen Raum ist beliebt. Wie in den vergangenen Jahren gab es deutlich mehr Anträge als Mittel zur Verfügung standen.

„Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei. Die ELR-Projekte haben zum Ziel, die Strukturen ländlich geprägter Orte nachhaltig zu verbessern. In diesem Jahr legt die Landesregierung einen besonderen Schwerpunkt auf die Innenentwicklung der Kommunen. So werden nahezu 50% der Mittel 2017 dafür verausgabt. Durch Innenentwicklung will die Landesregierung den Flächenverbrauch eindämmen und Ortsmitten attraktiv halten“, sagte Alexander Schoch. „Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung und den fortschreitenden Flächenverbrauch konzentriert sich die Förderung auf die Innenentwicklung der Gemeinde“, erklärte der Abgeordnete.

„Die in den vergangenen Jahren begonnene erfolgreiche ökologische Neuausrichtung des Programms, zu der beispielsweise energieeffizientes und umweltfreundliches Bauen oder Bürgerbeteiligung gehört, wird in 2017 mit dem neuen Schwerpunkt Wohnen/Innenentwicklung konsequent fortgesetzt. Nie zuvor hatten die finanzielle Ausstattung des ELR und seine neue Ausrichtung ein so großes Potenzial, den Ländlichen Raum innovativ zu halten und nachhaltig zu stärken.“, sagte Alexander Schoch.

 

Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Ergänzend zu anderen Förderprogrammen und -kulissen im Ländlichen Raum wie Leader, Plenum, den zwei Biosphärengebieten und den sieben Naturparken gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiver machen. Die grün-geführte Landesregierung will mit dem ELR den Ländlichen Raum nachhaltig stärken und hat das Programm seit 2012 auf die aktuellen Herausforderungen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz ausgerichtet.

Im Sinne einer Politik für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Lebensqualität im Ländlichen Raum führen Energieeinsparung, hohe Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder umweltfreundliche Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang und sind für kommunale Projekte Fördervoraussetzung.

Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgte in einem Wettbewerb der besten Ideen, basierend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz trifft jährlich die Programmentscheidung. Bis zur Aufnahme der Orte und Projekte in die Programmentscheidung wird auch die strukturverbessernde Wirkung der Projekte beurteilt. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.

 

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