Alexander Schoch mit Schülern des MATURANAHAUSES Emmendingen und Benjamin Herre (re.)

Alexander Schoch besucht MATURANAHAUS in Emmendingen

Aus aktuellem Anlass besuchte Alexander Schoch das MATURANAHAUS in Emmendingen: Ebenso wie andere Schulen in freier Trägerschaft beobachten auch Mitglieder des MATURANAHAUS-Emmendingen e.V. die zurzeit in Stuttgart laufenden Verhandlungen zwischen Kultusministerium und der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg (AGFS). Die baden-württembergische Landesverfassung schreibt vor, dass Unterricht und Lernmittel unentgeltlich gewährt werden (Art.14.).
Dagegen hatte die Waldorfschule Nürtingen zunächst erfolglos geklagt und schließlich im Dezember 2013 Verfassungsbeschwerde eingelegt. Im Juli 2015 bewertete der Staatsgerichtshof diese Beschwerde insofern für begründet, als der Gesetzgeber den Ausgleichsanspruch für die Gewährung von Schulgeldfreiheit nicht hinreichend konkretisiert habe. Dies, so der Auftrag des Staatsgerichtshofs an die Politik, soll mit einem klaren Berechnungsverfahren für die Förderhöhe bis 01.08.2017 nachgeholt werden.
Eltern von Kindern, die in eine freie Schule gehen müssen einen Teil der Kosten selbst tragen. Das grün-geführte Landesregierung in der letzten Legislaturperiode hat mit den Verbänden der freien Schulen eine 80%ige Förderung vereinbart. Nun wird vom Kultusministerium die Frage aufgeworfen, ob bei Finanzierung die Elternbeiträge in die 80%ige Förderung anzurechnen sind oder nicht. Leider sind die Standpunkte sehr verschieden und Benjamin Herre, Verwaltungsvorstand im Maturanakinderhaus, wollte seine Besorgnis zum Ausdruck bringen, dass das Ergebnis der Verhandlungen die Freien Schulen und ihre Schüler finanziell erheblich schlechter stellen könnte. So geht es auch vielen Eltern, deren Kinder Freie Schulen im Landkreis besuchen, die sich aus demselben Grund persönlich oder mit einem Schreiben an den Landtagsabgeordneten gewandt haben. Im Rahmen des Treffens mit Herrn Herre konnte Alexander Schoch auch einen Rundgang durch das MATURANAHAUS machen, wobei er die insgesamt 56 Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 19 Jahren in den verschiedenen, sehr gut und interessant ausgestatteten Lernbereichen erlebte.
Alexander Schoch, der die Freien Schulen als wichtigen Teil einer bunten Schullandschaft sieht, sagte Benjamin Herre zu, sich in Stuttgart für die Belange der Freien Schulen im einzusetzen. Er hoffe, so der Abgeordnete, dass ein für alle Seiten tragbarer Kompromiss erzielt werden könne.

 

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