Frank Dehring (Geschäftsführer Wabe), Alexander Schoch und Johannes Sanders (Werkstattleiter Wabe)

Alexander Schoch bei WABE in Waldkirch

PRESSEMITTEILUNG Nr. 5/2017
Emmendingen, den 23.01.2017

Der Landtagsabgeordnete besuchte die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft in seiner Heimatstadt Waldkirch, um sich über die Entwicklung der WABE gGmbH und die Bedeutung und Wirkung des Landesarbeitsmarktprogramms und des Arbeitsmarktprogramms des Landkreises vor Ort zu informieren. Die WABE hat sich zum Ziel gesetzt Personen zu unterstützen und in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren, die dies ohne Unterstützung nicht bewerkstelligen können. An erster Stelle stehen dabei die Qualifizierung und die Aufnahme einer Aus- oder Weiterbildung. Wenn das nicht möglich ist, sucht das Team der WABE nach anderen Hilfsmöglichkeiten.

Bei Unterstützung und Förderung von Langzeitarbeitslosen hat es sich als problematisch erwiesen, dass die meisten Programme der Bundesagentur für Arbeit zeitlich befristet sind und Projektcharakter haben. Für langzeitarbeitslose Menschen ist es jedoch wichtig mit einer kontinuierlichen Förderung das Ziel Integration in den ersten Arbeitsmarkt anzustreben. Hierauf zielen das Landesarbeitsmarktprogramm und das Arbeitsmarktprogramm des Landkreises ab. Der Geschäftsführer der Wabe gGmbH, Frank Dehring, hob hervor, dass die temporär angelegten Projekte immer wieder zu demotivierenden Förderlücken führen, einen hohen und teuren bürokratischen Aufwand mit sich bringen und die Förderlandschaft sehr unübersichtlich machen. Gerade für den besonders zu unterstützenden Personenkreis der Langzeitarbeitslosen mit verschiedenen Problemen wäre es sehr wichtig eine konstante und dauerhafte geförderte Beschäftigung anbieten zu können. Hilfreich wäre, das zeigen die Erfahrungen sowohl aus dem Landesarbeitsmarktprogramm als auch der kommunalen Arbeitsförderung des Landkreises, Arbeit zu finanzieren und nicht Arbeitslosigkeit. Dies ist, wie Schoch darlegte, das Ziel der grünen Landtagsfraktion, dass das in Baden-Württemberg entwickelte System der Finanzierung von Arbeit auf Bundesebene in das Sozialgesetzbuch aufgenommen wird, um diesen Menschen neue Perspektiven zu vermitteln. Die erfolgreiche Integration und Beschäftigung von langzeitarbeitslosenMenschen durch die WABE über dieses baden-württembergische Arbeitsmarktprogramm ist ein Beispiel für nachhaltige Arbeitsmarktpolitik.

Wegweisend ist die Arbeit mit den geflüchteten Menschen in Waldkirch, wie Dehring berichtete. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Waldkirch, der Sick AG und weiteren Firmen und Partnern in der Region, ist es gelungen, 16 Teilnehmenden die aus Syrien, Irak und dem Iran stammen, eine Berufsorientierung und eine Heranführung an den Arbeitsmarkt zu bieten.

Abschließend besichtigte man noch die verschiedenen Werkstattbereiche, so insbesondere die Arbeits – und Qualifizierungsplätze in der Schreinerei. Der Trainingsbereich Farben wird gerade erweitert, hier kann lackiert werden und Menschen ohne Erwerbsarbeit können sich in handwerklichen Tätigkeiten erproben. Im Idealfall gelingt eine Vermittlung in einen regionalen Handwerksbetrieb.

Für Alexander Schoch zeigt das Beispiel der Arbeit der WABE gGmbH, dass die Integration mit innovativen Modellen gut funktionieren kann. Für den Abgeordneten war es auch wichtig zu erfahren, in welchen Bereichen die WABE gGmbH jetzt ausbildet und wie die Absolventen jeweils in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten.

„Das Landesarbeitsmarktprogramm“, so Alexander Schoch, „ist ein Erfolgsmodell und sollte so schnell wie möglich ein Bundesprojekt werden. Dafür werde ich mich im Wirtschaftsausschuss weiterhin einsetzen.“

 

 

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