Alexander Schoch MdL (2. von rechts) nebenThomas Steinebrunner vom DGB bei der Personalrätekonferenz

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch und der DGB Kreisverband Emmendingen luden zum 4. Betriebs – und Personalräteforum ein

PRESSEMITTEILUNG Nr.: 78/2016
Emmendingen den 08.12.2016

 

Thomas Steinebrunner vom DGB, Region Südbaden und Alexander Schoch MdL begrüßten die anwesenden Betriebs- und Personalräte aus dem Landkreis und bedankten sich für ihr Interesse.

Zunächst stellte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Alexander Schoch die Arbeitsmarktpolitik der Landesregierung vor. Er erläuterte die Eckpunkte des Landesarbeitsmarktprogramms sowie die Ziele der Fachkräfteallianz. Er berichtete von der Novellierung der Bildungspläne hin zu einer deutlich stärkeren Berufsorientierung und hob die Neuerungen im Landespersonalvertretungsrecht und das neue Bildungszeitgesetz hervor.

Thomas Steinebrunner vom DGB erläuterte die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Südbaden. Im Landkreis Emmendingen, mit einer Arbeitslosenquote von 2,8 % (Stand November 2016), kann man von „Vollbeschäftigung“ sprechen. Sowohl der Anteil der Empfänger von Arbeitslosengeld 1 als auch der Empfänger von Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV) hat sich – im Vergleich zum Vorjahresmonat – nur geringfügig verändert.

Als eine der größten Herausforderungen der Zukunft haben sowohl die Betriebs- und Personalräte als auch die Gewerkschaften das Thema Digitalisierung (Industrie 4.0) ausgemacht. Daher sei es wichtig, so Steinebrunner, dass auch entsprechende Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer geschaffen werden. Ein Pendant zu Industrie 4.0 müsse die Mitbestimmung 4.0 sein.

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Auch der starke Fachkräftemangel in manchen Bereichen beschäftigte die Anwesenden sehr. Dieser rühre zum Teil auch daher, dass in manchen Branchen seit Jahren zu wenig ausgebildet werde und die Zahl der Auszubildenden zu gering sei (z.B. Pflege). Wichtig sei es, die Attraktivität der dualen Ausbildung deutlich zu steigern. Positiv wurde die Entwicklung der dualen Hochschulen gesehen.Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt war ein weiteres Thema der Diskussion. Diese Mammutaufgabe könne nur gemeinsam von Land, Bund und den Betrieben gelöst werden. Qualifizierung, Aufenthaltsstatus und Sprachkenntnisse seien die größten Hürden. Alexander Schoch verwies in diesem Zusammenhang auf den Pakt für Integration mit den Kommunen.

Thomas Steinebrunner brachte es auf den Punkt: „Wir haben in angenehmer Atmosphäre wichtige Probleme angesprochen und sollten uns bald wieder treffen.“

Auch Alexander Schoch wünschte sich zum Schluss, im kommenden Frühjahr in ein Fachgespräch einzusteigen, um einige der Themen zu intensivieren.

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