Muhterem Aras:«Der 9. November ist für Deutschland ein Tag der Freude und ein Tag der Trauer»

Der Landtag gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht und erinnert an den Mauerfall

Zum 78. Mal jährt sich die Reichspogromnacht am 09. November. Die Nacht, in der jüdische Geschäfte und Synagogen angezündet wurden, steht für den Antisemitismus in Deutschland und am Beginn einer schrecklichen Entwicklung hin zur millionenfachen Ermordung der europäischen Juden. Damit erinnert dieser Tag an eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Der Mauerfall 1989 hingegen gehört zu den freudigsten Erinnerungen der Deutschen.

Der 09. November wird auch als „deutscher Schicksalstag“ bezeichnet. Neben der Reichspogromnacht und dem Mauerfall, fanden noch weitere bedeutende Ereignisse an diesem Tag statt: am 09. November 1918 rief Philipp Scheidemann in Berlin die erste Deutsche Republik aus und am 09. November 1923 versuchten die Nationalsozialisten in München die Macht zu übernehmen. Damals scheiterte der sog. Hitlerputsch.

All diese Ereignisse“, so Alexander Schoch, „erinnern uns daran, wie wichtig es ist, für Menschlichkeit und Demokratie einzustehen. Wie die Geschichte und leider auch aktuelle Entwicklungen zeigen, ist beides keine Selbstverständlichkeit.“

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