ELR-Förderung in Baden-Württemberg: Der Landkreis Emmendingen profitierte mit knapp 4,5 Mio. € von Förderung für ländlichen Raum

PRESSEMITTEILUNG Nr. 65/2016
04.10.2016

Vor dem Hintergrund der Ausschreibung des Jahresprogramms 2017 im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) weist Alexander Schoch MdL auf die Bedeutung des Förderprogramms für den Landkreis Emmendingen hin. Die Förderung soll zukünftig die Innenentwicklung, also die Lebensqualität vor Ort und lebendige und attraktive Ortskerne sowie das Thema Bauen mit Holz stär-ker in den Fokus rücken. Die Antragsfrist endet am 28. Oktober 2016.
Die Kommunen im Kreis Emmendingen erhielten im Zeitraum von 2011 bis 2015 insgesamt 4.463.781 Mio. € aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Die Landesmittel flossen in Projekte rund um die Themen Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Das ELR ist eines der wich-tigsten Instrumente zu Förderung der ländlich geprägten Regionen in Baden-Württemberg. Auf An-frage der Grünen im Landtag liegen erstmals detaillierte Zahlen zur Förderung der Regionen seit 2011 vor. Der Kreis Emmendingen hat besonders profitiert. „Unsere Region ist gut aufgestellt. Gleichzeitig haben wir Herausforderungen zu meistern wie den demografischen Wandel, den Klimawandel und die Digitalisierung. Die ELR-Förderung unterstützt daher beispielhafte Projekte, die in diesen Bereichen Impulse setzen“, so MdL Alexander Schoch. Dazu gehören etwa die Umgestaltung von Dorfkernen, innovative Wohnprojekte, Förderung von Hof- und Dorfläden, Gemeinschaftseinrichtungen für gesell-schaftliche Zwecke, etc.
In den vergangenen Jahren hat die Landesregierung das Programm weiterentwickelt. So wurde bei-spielsweise eine umwelt- und ressourcenschonende Bauweise Voraussetzung für die Bewilligung und führte zum Vorrang für private Bauprojekte. „Diesen ökologischen Ansatz werden wir noch verstärken. Ab 2017 unterstützt das ELR-Programm innovative Holzbaulösungen in der Tragwerkskonstruktion be-sonders. Auch dieser Schwerpunkt ist für Projekte in unserem Kreis interessant“, so Alexander Schoch.
Die Förderlinie „Spitze auf dem Land“ hat die Regierung ebenfalls vergangene Legislaturperiode ein-geführt und es wurden zwei Unternehmen aus dem Landkreis gefördert. Sie unterstützt diejenigen Unternehmen in den ländlichen Regionen, die das Zeug zur Technologieführerschaft in ihrer Sparte haben. „Die Änderungen bringen den Regionen neue Ideen, mehr Klimaschutz, mehr Beteiligung und unternehmerische Innovationen“, erklärt Alexander Schoch.

Neu ist laut Alexander Schoch auch die Möglichkeit, bürgerschaftliche Entwicklungsprozesse, z.B. Projektentwicklungen zu fördern. „Das schafft Akzeptanz für die Projekte und Identifikation mit den Entwicklungsschritten der Gemeinde. Häufig weckt die Beteiligung auch Interesse für Kommunalpolitik“. Er appelliert zudem an die Gemeinden, noch stärker auf interkom-munale Projekte zu setzen. „Gerade in der Daseinsvorsorge bei Themen wie Mobilität, Lebensmittel- und medizinischer Versorgung wird Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg in Zukunft immer wichtiger werden“, so Alexander Schoch. Die Anträge und Ideen zum ELR kommen aus den Kommu-nen, werden bei den Landkreisen und Regierungspräsidien priorisiert und geprüft und von der Lan-desregierung bewilligt. Die geförderten Projekte werden anteilig von Antragstellern und Land (ELR) finanziert.
Das Programm ist beliebt bei den Kommunen im Ländle: Zwischen 2011 und 2015 lag das Gesamtin-vestitionsvolumen bei über 2,4 Mrd. €. Unter anderem wurden nach Angaben der Landesregierung 1.900 Wohnungen gefördert, 7.200 Arbeitsplätze geschaffen und 27.000 Arbeitsplätze gesichert.
Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

  • Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Er-gänzend zu anderen Förderprogrammen und –kulissen im Ländlichen Raum wie Spitze auf dem Land, RegioWin, Leader, den Biosphärengebiete Schwäbische Alb und Schwarzwald sowie den sieben Naturparks gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiver machen.
  • Über das ELR wurden zwischen 2011 und 2015 landesweit über 4.100 Projekte mit einem Zu-schussvolumen von 274 Mio. € gefördert. Das Gesamtinvestitionsvolumen lag bei über 2,4 Mrd. €. Dadurch wurden rund 1.900 Wohnungen gefördert, 7.200 Arbeitsplätze geschaffen und 27.000 Arbeitsplätze gesichert.
  • Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgt in einem Wettbewerb der besten Ideen, basie-rend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten struk-turverbessenden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.
  • Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! – Technologieführer für Baden-Württemberg“ im ELR will das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländli-chen Raum ansprechen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz in der Umsetzung und An-wendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Im Landkreis Emmendin-gen wurden auf diese Weise z.B. Unternehmen in Sexau und Endingen gefördert

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