Alexander Schoch (li.) und Philipp Oswald auf dem Dach des Landratsamtes in Emmendingen

Alexander Schoch besucht Klimaschutzmanager des Landkreises Emmendingen Philipp Oswald

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch den Klimaschutzmanager des Landkreises Emmendingen, Philipp Oswald. Der Landtagsabgeordnete, der auch im Ausschuss für Energie, Klima und Umwelt sitzt, wollte sich ein halbes Jahr nachdem Herr Oswald die Stelle im LRA übernommen hatte, über dessen Aufgabengebiet, aktuelle Projekte und über den Verlauf der Zusammenarbeit mit den Kommunen informieren und die Gelegenheit nutzen, um sich allgemein zum Thema Klimaschutz im Landkreis auszutauschen.
Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimaabkommens von Paris kommen nun der kommunalpolitischen Umsetzung der Klimaziele große Bedeutung zu. Das Klimaschutzkonzept des Landkreises hat zum Ziel, den Strombedarf im Landkreis bis 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken. Für den Wärmebedarf soll dies bis 2050 gelingen. Dazu, so erläuterte Oswald, seien Einsparungen um mindestens 50% nötig. Im hiesigen Landkreis verursachten nicht die Wirtschaft und Verkehr den Hauptanteil der Emissionen, vielmehr machen Privathaushalte deren größten Anteil aus. Es gelte allerdings, möglichst Potenziale in allen drei Sektoren auszunutzen. Dies sieht er vor allem in den Bereichen Energie- und Ressourceneffizienz und Energieeinsparung. Die Landesregierung hat mit dem Klimaschutzgesetz und dem integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept hierzu wichtige Rahmenbedingungen geschaffen.
Seine Aufgaben sieht der Klimaschutzmanager Oswald dabei vor allem darin, Bürger, Unternehmen und Kommunen zu beraten bzw. eine hochwertige Beratung im Landkreis zu ermöglichen. Das bereits bestehende Netzwerk von Energie- und Bauexperten steht Bürgern z.B. individuell zu allen Fragen der energetischen Sanierung zu Seite, um gerade auch bei Unsicherheiten zu Fragen der richtigen Dämmung oder der Vermeidung von Schimmel in den Wohnungen zu informieren.

Das Abbauen von Vorbehalten ist, da waren sich Alexander Schoch und Philipp Oswald einig, auch im Ausbau der regenerativen Energien und des ÖPNV oder bei der Energieberatung von privaten Haushalten und Betrieben von großer Bedeutung für den Erfolg des Erreichens der Klimaschutzziele. Wichtig sei es nun, wie in einem Mosaik, Stein für Stein sinnvoll aneinanderzusetzen und Projekte zu initiieren, die den Klimaschutz in unserem Landkreis voranbringen, betonte Alexander Schoch. Der Antrag des Landkreises im Landes-Förderprogramm „Klimaschutz mit System“ sei zum Beispiel ein solcher Schritt auf dem Weg zu mehr Klimaschutz.
„Klimaschutz ist kein kurzer Sprint, aber auch kein Spaziergang“, sagte Oswald. Entsprechend wollen der Klimaschutzbeauftragte und der Grüne Abgeordnete sich weiterhin für die langfristige Umsetzung der Klimaschutzziele auf Landes und kommunaler Ebene einsetzen.

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