Klaus Pleuler und Alexander Schoch im Biomarkt Waage in Emmendingen

Nachhaltigkeitstage 2016 in Baden-Württemberg: Alexander Schoch besucht Biomarkt Waage in Emmendingen

Bereits zum vierten Mal fanden die Nachhaltigkeitstage in Baden-Württemberg statt, dieses Jahr unter dem Motto „HeldeN! der Tat“. Das Ziel der von der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes initiierten Tage ist es, nachhaltiges Handeln verständlich, sichtbar und erlebbar zu machen.

Der Begriff der Nachhaltigkeit, so Alexander Schoch, erscheine oft verwirrend und etwas abgedroschen. Doch es verbirgt sich eine Menge dahinter. So heißt Nachhaltigkeit z.B. Zukunftsfähigkeit, Gleichgewichtserhaltung oder verantwortungsbewusstes Handeln. Andere verstehen darunter Demut, Achtsamkeit oder gar Enkeltauglichkeit. So ist etwas nachhaltig, wenn es dauerhaft, vernünftig, bewahrend, bestanderhaltend, umweltverträglich ist. Nachhaltiges Handeln beginnt im Kleinen vor Ort. So kann beim Einkauf jeder, sei es als Erzeuger, als Händler oder Verbraucher darauf achten.

Aus diesem Anlass besuchte der grüne Landtagsabgeordnete Alexander Schoch, der auch im neuen Landtag dem Ausschuss für ländlichen Raum und Verbraucherschutz angehört, den Biomarkt Waage in Emmendingen, um mit dem Geschäftsführer Klaus Pleuler über die Bedeutung von Nachhaltigkeit für seinen Betrieb und auch für seine Kunden zu sprechen.

Auf Nachfrage des Abgeordneten erklärte Pleuler, dass er seine Ware nach dem Motto: „So nah wie möglich – und so ökologisch wie möglich!“ beziehe. Der Nachhaltigkeitsgedanke werde in seinem Laden auch bei der Produktpalette berücksichtigt. Über 30% des Angebots stammt aus dem regionalen Anbau. Die anderen Produkte werden über einen Naturkost-Großhändler bezogen. Damit dies möglichst nachhaltig gelingt, hat man sich beim Biomarkt Waage für einen Partner entschieden, der auch in den Bereichen Lagerung und Logistik auf Nachhaltigkeit achtet. Außerdem sind die Produkte möglichst rückstandsarm verpackt.

All das hat, vor allem im Vergleich zu konventioneller Ware, natürlich die Konsequenz höherer Preise. Alexander Schoch wies darauf hin, dass die Mehrausgabe jedoch gut angelegt sei. Er ist überzeugt: „Nachhaltiger Konsum zahlt sich langfristig aus. Denn umwelt- und klimaschonende Produktion von Lebensmitteln und faire Löhne sind auf lange Sicht in jeder Hinsicht günstiger. Der Nachhaltigkeitsgedanke soll daher auch regional weiter gestärkt werden.“

In der Diskussion über die politischen Rahmenbedingungen, die wünschenswert wären, um den Nachhaltigkeitsgedanken weiter zu fördern, waren sich Pleuler und Schoch einig, dass die Regionalität und ökologische Projekte noch stärker gefördert werden müssten, um auch die Akzeptanz für die Umstellung auf Bio zu erhöhen. Hierzu zählt natürlich die Unterstützung der Landwirte bei der Umstellung auf Bio. Die Menschen sollten aber „nicht nur auf die Politik warten, sondern selbst handeln und prüfen was man dazu beitragen kann“, forderte der Biomarktbetreiber. „Denn Nachhaltigkeit fängt mit Messer und Gabel an.“ Man solle sich bewusstmachen, was man esse. Wer zum Beispiel täglich Fleisch und Wurst konsumiere, könne seinen ökologischen Fußabdruck erheblich verkleinern, in dem dies beispielsweise auf ein oder zwei Tage pro Woche beschränkt und auf biologisch erzeugtes Fleisch umstelle, erklärte Pleuler. Auch der Verzicht auf eine Plastiktüte beim Einkauf könne schon einiges bewirken.

Alexander Schoch hob auch das ökologische Bildungs- und Kompetenzzentrum Hochburg hervor, das mit seinem Angebot dazu beiträgt, den Bioanteil in der landwirtschaftlichen Produktion zu erhöhen und das Verbraucherbewußtsein zu schärfen.

Das Bewusstsein in der Region für regionale, biologisch erzeugte Produkte zu erhöhen, das wird eine große, kontinuierliche Aufgabe für uns alle sein, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch.

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