Inklusion im Landkreis Emmendingen

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Schoch (Grüne) kam Corinna Rüffer MdB, die Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion in den Landkreis Emmendingen. Die beiden Abgeordneten besuchten die Werkstatt der Lebenshilfe Kinzig- und Elztal e.V. in Elzach, das Inklusive Café Mundwerk in Waldkirch und hatten Abends zu einem Dialoggespräch mit dem Thema „Umsetzung Inklusion“ im Familien Zentrum Bürkle Bleiche geladen.Alexander Schoch und Corinna Rüffer

Die aus Trier stammende Abgeordnete war sehr angetan von der Arbeit dieser  Einrichtungen im Landkreis. „Inklusion und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sind für uns Grüne ein besonderes Anliegen. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der alle teilhaben können, so wie sie sind. Wir wollen Vielfalt und Zusammenhalt.“, so Rüffer. Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 liegt der Schwerpunkt der Behindertenhilfe auf Selbstbestimmung und Teilhabe. Menschen mit und ohne Behinderungen sollen trotz unterschiedlicher Voraussetzungen und Fähigkeiten gemeinsam in den Städten und Gemeinden leben, lernen, wohnen, arbeiten und die Freizeit verbringen können. Deshalb gilt es, Barrieren und Benachteiligungen im Alltag abzubauen und die Inklusion voranzutreiben.

Die grün geführte Landesregierung ist mit dem 2015 in Kraft getretenen Landesbehindertengleichstellungsgesetz einen großen Schritt vorangekommen. Dieses geht weg vom überholten Prinzip der Fürsorge und hin zum Prinzip der Inklusion. „Wir haben jetzt bundesweit eines der modernsten Gleichstellungsgesetze“, so Schoch. Der Gesetzentwurf sieht unteranderem vor, dass die 44 Stadt- und Landkreise eigene unabhängige und nicht an Weisungen gebundene Behindertenbeauftragte einrichten und die Interessensvertretung von Menschen mit Behinderung rechtlich verankert sind. So haben z. B. Stadt Waldkirch und auch Elzach  einen Behindertenbeirat gewählt und der Landkreise Emmendingen einen ehrenamtliche Behindertenbeauftragten installiert.

Menschen mit Behinderungen sollten z.B. im Stadtbild selbstverständlich sein, denn auf das Miteinander kommt es an, auf das Selbstverständnis der Menschen und natürlich auf gute Rahmenbedingungen.  Corinna Rüffer hatte den Eindruck, dass im Landkreis Emmendingen und gerade auch in Waldkirch bereits vieles umgesetzt wird. Der Fraktionsvorsitzende der DOL Josef Rothmund erläuterte das Leitbild der Stadt und auch die Verankerung der Inklusion in diesem als einen wichtigen Auftrag für den Gemeinderat.

Corinna Rüffer und Alexander Schoch zu Besuch bei der Lebenshilfe

Corinna Rüffer und Alexander Schoch zu Besuch bei der Lebenshilfe

 

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