Alexander Schoch auf Tour im Jüdischen Museum

Alexander Schoch MdL lud zum Besuch des Jüdischen Museums ein

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Schoch (GRÜNE) zur Besichtigung und Führung durch das Jüdische Museum in Emmendingen.

Für Alexander Schoch ist die Kultur ein wichtiger Standortfaktor für die Attraktivität des ländlichen Raumes. „Dem vielfältigen Angebot an Museen im Landkreis Emmendingen gilt seine besondere Aufmerksamkeit, da gerade die Existenz und der Betrieb dieser Museen sehr stark mit der ehrenamtlichen Arbeit verbunden sind,“ so der Landtagsabgeordnete zu Beginn der Führung. Er begann mit dem Jüdischen Museum seine Reihe „Schoch auf Tour“, da sich hier auch ein vom Land und von der Stadt Emmendingen gemeinsam geförderter Erinnerungsort befindet.

Erinnerungs- und Gedenkstätten, wie das jüdische Museum in Emmendingen, sind ein wesentlicher Teil der politischen Kultur Baden-Württembergs sowie Impulsgeber eines nachhaltigen Erinnerns. Die ehrenamtliche Arbeit leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag zum bewussten Umgang mit der Geschichte und zur Demokratieerziehung. Die Erinnerung an Unterdrückung, an Verfolgung und Ermordung von Menschen unter der Herrschaft des Nationalsozialismus ist ein wesentlicher Bestandteil unserer politischen Kultur. Orte, die mit diesen Geschehnissen verbunden sind, eignen sich in besonderer Weise, Einsicht und Wissen zu vermitteln; sie bieten Raum für Trauer, zum Gedenken und Nachdenken.

Frau Noemi Wertheimer, die 2. Vorsitzende des Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., berichtete über die Gründung der jüdischen Gemeinde in Emmendingen und erklärte das jüdische Leben an Hand von verschiedenen Gegenständen im Museum. Sie stellte den Standort der früheren Synagoge dar, die von den Nationalsozialisten in der Reichspogromnacht zerstört wurde. Das sanierte Mikwengebäude, dass das Jüdische Museum Emmendingen nun seit 1997 beherbergt, ist gleichermaßen klassisches Museum, Gedenkstätte, Begegnungsort und Tagungsraum für Veranstaltungen.

 

Im Keller befindet sich die um 1840 erbaute denkmalgeschützte Mikwe, im Judentum ein Tauchbad und im Erdgeschoss eine Ausstellung zur Geschichte der Israelitischen Gemeinde Emmendingen zwischen 1716 und 1940, sowie eine Dokumentation des Schicksals der Emmendinger Juden während der Nazi-Diktatur. Frau Wertheimer wies darauf hin, dass auch immer wieder wechselnde Sonderausstellungen gezeigt werden. Der Landtagsabgeordnete bedankte sich für die beeindruckende Führung und stellte fest, dass die jüdische Gemeinde ein fester und wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Emmendingen darstellt.

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