Alexander Schoch im Dialog: „Herausforderungen des Klimaschutzes für Landes- und Kommunalpolitik“

Dialogveranstaltung „Herausforderungen des Klimaschutzes für Landes- und Kommunalpolitik“

Der Grüne Ortsverband Denzlingen luden zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Schoch zur Veranstaltung „Herausforderungen des Klimaschutzes für Landes- und Kommunalpolitik“ nach Denzlingen ins Rocca ein.

Neben Alexander Schoch, der über die Landespolitischen Ziele sprach, referierte Julia Deutsch von der Energieagentur Regio Freiburg über die Quartierskonzepte am Beispiel des Stadtteilprojekts Bürkle-Bleiche und Frank Krause von der BürgerEnergiegenossenschaft Biederbach & Elztal eG über Ziele zum Klimaschutz und Handlungen im Landkreis Emmendingen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Wolfgang Schäfer von „Energiewende für Waldkirch“.

 

Der Klimawandel ist einer der großen Fluchtursachen auf der Welt. Immer mehr Menschen fliehen vor Überschwemmungen oder Dürren. Daher ist es wichtig Global und National die klimaschädlichen Treibhausgase zu reduzieren. Es besteht die Hoffnung, dass durch das Abkommen vom Pariser Weltklimagipfel 2015 die Weltgemeinschaft den Klimawandel eindämmen könnte. Alexander Schoch stellte Maßnahmen, die im Integrierten Energie und Klimaschutzkonzept 2020 im Rahmen eines großen Bürgerbeteiligungsprojektes beschlossenen wurden, vor. Der energiepolitische Sprecher verwies auf die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten Fördermittel und Projekte. Bisher wurden 108 Maßnahmen zur Senkung von CO2 im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept beschlossen. Auch die Landesverwaltung geht bei der Energieeinsparung mit gutem Beispiel voran und hat für die Sanierung der Hochschulen und der Landesliegenschaften zusätzliche 200 Mio. Euro bereitgestellt. So sollen in den nächsten Jahren schrittweise rund 8.000 Gebäude des Landes saniert werden. Das Erneuerbare–Wärme-Gesetz trat am 1. Juli 2015 in Kraft. Mit dem Gesetz soll der Einsatz Erneuerbarer Energien beim Austausch von Heizungsanlagen im Häuserbestand vorangetrieben werden, wobei hier nun auch die Nichtwohngebäuden mit einbezogen wurden.

 

Auch Julia Deutsch griff das Energiekonzept der Landesregierung 50-80-90 auf -50 % geringerer Verbrauch als im Jahr 2010 – 80 % erneuerbare Energien 2050 – 90 % weniger Treibhausgase bis 2050. Die Energieberaterin stellte anhand des Stadtteilprojekts Bürkle-Bleiche vor wie kommunaler Klimaschutz gestaltet werden kann. Um ein erfolgreiches Quartierskonzept umzusetzen, ist die Einbeziehung von Bürgern und Akteurs Gruppen sehr wichtig. Auch beim Vortrag von Frank Krause ist die Bürgerbeteiligung ein Erfolgsfaktor. Nur so kann sich die Bevölkerung mit der Energiewende identifizieren. Mit den Bürgerenergiegenossenschaften ergibt sich eine Akteurs Vielfalt und die regionale Wertschöpfung bleibt im ländlichen Bereich.

 

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