Landkreis und Gemeinden schaffen Strukturen für die Flüchtlingsintegration

Ausbildungsstiftung des Landkreis Emmendingen bekommt eine Stelle gefördert

 

Kreisrat Alexander Schoch MdL zeigt sich sehr erfreut, dass die engagierte Arbeit der Bürgerinnen und Bürger, in Verbänden und Betrieben, in den Kommunen und in den Verwaltungen auch durch die grün geführte Landesregierung honoriert wird.

Im Rahmen des Programms „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“ wird eine Stelle bei der Ausbildungsstiftung des Landkreises Emmendingen angesiedelt. Zwei weitere Stellen sind bei der Handwerkskammer Freiburg und bei der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein verortet.

Insgesamt werden in der Region Südlicher Oberrhein  in den Jahren 2016/2017 drei Stellen für „Kümmerer“ durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft gefördert. Dafür stehen insgesamt rund 310.000 Euro bereit.

Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“; Aufgabe der Kümmerer ist es, für eine Ausbildung geeignete junge Flüchtlinge zu identifizieren, zu betreuen und passgenau auf Praktikums- und Ausbildungsplätze zu vermitteln und die Unternehmen zu unterstützen, Flüchtlinge auszubilden. Das immense Interesse zeigt den Bedarf und die Bereitschaft der Kammern und Betriebe, sich für die Ausbildung von Flüchtlingen zu engagieren. Mit Hilfe der Kümmerer bekommen junge Flüchtlinge eine berufliche Perspektive, was erheblich dazu beitragen wird, dass die jungen Flüchtlinge bei uns eine neue Heimat finden.  Denn kaum etwas hilft so sehr bei der Integration wie Ausbildung und Beschäftigung, so der arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion der Grünen Alexander Schoch.

 

Außerdem wurden zur Verbesserung der Infrastruktur der Flüchtlingsarbeit, so Alexander Schoch zwei Stellen durch das Ministerium für Migration gefördert. So kann sich die große Kreisstadt Emmendingen über die Bezuschussung der  Koordinierungsstelle für Flüchtlinge und die Stadt Herbolzheim für die Bezuschussung der Einrichtung der Stelle eines  Flüchtlingsbeauftragten freuen. Auch der Kreistag hat beschlossen, eine Koordinierungsstelle für die Flüchtlingsarbeit zu schaffen.

 

Der anhaltende Zugang von Flüchtlingen nach Baden-Württemberg stellt nicht nur das Land vor große Herausforderungen, so Alexander Schoch, sondern vor allem auch Kreise, Städte und Gemeinden. Die Flüchtlinge so aufzunehmen, dass eine schnelle Integration möglich wird und der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt wird ist die große Herausforderung.

 

Die Integration der bleibeberechtigten Flüchtlinge und Asylbewerber gelingt, bietet uns die jetzige Situation gerade angesichts der demographischen Entwicklung und des zunehmenden Fachkräftemangels auch Chancen.  Vier Jahre nach Gründung der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg kann sich das Ergebnis sehen lassen: Der Beschäftigungsanteil von Frauen, Älteren und Menschen mit Migrationshintergrund im Land ist deutlich gestiegen. „Die gemeinsame Arbeit aller verantwortlichen Akteure in der Allianz für Fachkräfte zeigt Wirkung, so Alexander Schoch, ein neuer Schwerpunkt kommt nun hinzu die Beschäftigung von Flüchtlingen. Hierzu hat das Land das Programm „Kümmerer“ geschaffen.

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