Landtagsabgeordneter Alexander Schoch informiert sich beim Polizeipräsidenten über die Sicherheitssituation

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch (Grüne) führte mit dem Polizeipräsidenten Bernhard Rotzinger und dem Polizeivizepräsident Alfred Oschwald ein Informationsgespräch über die Sicherheitslage im Landkreis Emmendingen und über die Umsetzung der Polizeireform.

Seit 1. Januar 2014 ist die Polizeireform, bei der regionale Zuständigkeiten und Standorte der Polizeipräsidien neu festgelegt wurden, in der Umsetzung. Die Reform ist für den Landkreis Emmendingen gut angelaufen. „Die Reviere wurden im Landkreis Emmendingen personell verstärkt und damit die Polizeipräsenz in der Fläche gesichert. Vor dem Hintergrund des Sicherheitsbedürfnisses der Bürgerinnen und Bürger ist dies ein gutes Signal, wobei zu betonen ist, dass die Kriminalpolizei durch das neue Kriminalkommissariat im Landkreis Emmendingen ebenfalls weiter präsent ist“, so Alexander Schoch.

Es war ein wichtiges Anliegen der grün-roten Landesregierung, mit dieser Reform die Polizei zukunftsfähig aufzustellen. Bernhard Rotzinger berichtet, dass durch die Polizeireform die fachliche Arbeit der Polizei schlagfertiger, schneller und lösungsorientierter geworden ist. Ressourcen, wie beispielsweise die Hundestaffel sind nun gebündelt und können zum Einsatzort zugig eingesetzt werden. Bei besonderen Situationen, wie Demonstrationen sind die Polizeireviere nicht mehr alleine gelassen. Schnell kann Fachpersonal geschickt werden.

Rotzinger und Oschwald sprechen von einer guten Zusammenarbeit der beiden Reviere und der vier Polizeiposten im Landkreis Emmendingen mit der Freiburger Zentrale. Die Beamtinnen und Beamten der Reviere arbeiten auf der Grundlage eines Leitbildes, das zur Qualitätssicherung beiträgt. Durch die Reform gab es für einige Beschäftigte einen oft nicht einfachen Veränderungsprozess aufgrund von Versetzungen zu bewältigen. Dieser Prozess wurde im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens so sozialverträglich wie möglich gestaltet. Ziel hierbei war es, auf die Bedürfnisse und Lebenssituationen der einzelnen Polizistinnen und Polizisten einzugehen, was auch in einem sehr großen Maß gelungen sei.

Die Polizeiarbeit mit den hier ankommenden Schutzsuchenden läuft bisher sehr gut. Die Flüchtlinge respektieren die Beamten als Streitschlichter. Die Delikte halten sich im einstelligen Zahlenbereich. In Anbetracht, dass die Flüchtlinge in den Unterkünften nicht sonderlich viel zu tun haben und viele Kulturen und Religionen aufeinander treffen, hätten die Beamten mit mehr Konflikten gerechnet. Es komme immer auf die Zusammensetzung der Security Firma, der Heimleitung und des Betreibers an. Stimmen diese Komponenten, ist auch von weniger Konflikt auszugehen. Ebenso ist die spätere dezentrale Unterbringung wichtig, damit es nicht zur Ghettoisierung kommt.

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