Waldzustandsbericht wurde veröffentlicht

Rekordsommer zeigt: Klimawandel wird Wald in Zukunft vor noch größere Herausforderungen stellen

In dem jährlich erscheinen Waldzustandsbericht wird belegt, dass sich der Wald leicht erholt, aber jeder dritte Baum im deutschen Südwesten (36 Prozent) und auch im Landkreis Emmendingen als „deutlich geschädigt“ eingestuft wird. Damit hat der Wald einen schlechteren Zustand als in den 1990er-Jahren, als der Begriff «Waldsterben» Konjunktur hatte.

Laut dem stellvertretenden Leiter des Forstamts beim Landratsamt Emmendingen, Martin Moosmayer fand von Mitte Juli bis Mitte August Zustandsermittlung statt – und damit im Wesentlichen vor der extremen Sommer-/Herbsttrockenheit. Ab September haben die Fichten ältere Nadeljahrgänge in extremer Art und Weise abgeworfen. Die Kronen sind daher stark verlichtet und die Vitalität der Fichten deutlich herabgesetzt. Dies wird sich erst in den Zahlen des Waldzustandsberichtes 2016 widerspiegeln.

Sorgenkind ist nach wie vor die im Südwesten weit verbreitete Esche. Durch einen Pilz seien ganze Bestände vom Absterben bedroht. Der Landtagsabgeordneter Alexander Schoch machte sich schon im Sommer ein Bild über das Eschensterben in den Auewäldern am Rhein bei Weisweil. Hier befindet sich ein „hotspot“ der negativen Entwicklung. In den Auenwäldern am Rhein bestehen bis zu 25 Prozent des Waldes aus Eschen. Dieses einzigartige Ökosystem befindet sich nun gänzlich im Umbruch. Die Wälder am Rhein werden zusätzlich durch den Wurzelfrass des Waldmaikäfer-Engerlings in den jungen Kulturen belastet. Für die Gemeinden, die Privatwaldbesitzer und das Land hat diese Entwicklung natürlich auch schwerwiegende negative wirtschaftliche Auswirkungen.

„Der dramatisch fortschreitende Klimawandel wird den Wald künftig vor noch größere Herausforderungen stellen. Umso wichtiger ist es, den Waldumbau hin zu klimastabileren Mischwäldern konsequent fortzusetzen.“, so Alexander Schoch.

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