Hoher Standard bei Qualität und Qualifikation der Pflegekräfte – Attraktivität des Berufes verbessern!

Bei seinem Besuch im Wohn- und Pflegeheim St. Nikolai in Waldkirch diskutierten Stiftungsleiter Wolfgang Ruf, Pflegedienstleiterin Karin Schrodi und der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch. Wichtigste Punkte waren die aktuelle Situation in der Pflege und die besonderen Herausforderungen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels.

Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden hat St. Nikolai einen Neu- und Erweiterungsbau auf dem Grundstück des Stammhauses in der Freiburger Straße erstellt. Am Bahnhofsplatz von Waldkirch wird gerade ein weiteres Projekt umgesetzt. Dort entstehen bis 2018 12 Wohnungen, für ambulant betreute Wohngemeinschaften. „Wir hoffen, dass die Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn und die Umgestaltung des Bahnhofplatzes für eine ruhige Umgebung sorgen.“, so Ruf. Die Stadt, so Schoch, habe ein großes Interesse den Bereich des Bahnhofplatzes attraktiv zu gestalten. „Hierbei spielt natürlich das Projekt von St. Nikolai eine wichtige Rolle.“

Die steigenden Bedarfszahlen an Pflegeplätzen, wie sie aus dem Bedarfsplan des Landkreises hervorgehen, bedeuten eine Herausforderung für alle Kommunen und Einrichtungsträger, so Alexander Schoch. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob vor dem Hintergrund des Bedarfs, zusätzliche finanzielle Anreize geschaffen werden müssen.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat die Herausforderungen in der Pflege erkannt und am 27. März 2014 eine Enquetekommission „Pflege in Baden-Württemberg zukunftsorientiert und generationsgerecht gestalten“ eingeführt. Bis zum 27. Januar 2016 wird die Enquetekommission dem Landtag im Plenum einen abschließenden Bericht erstatten, wie die Rahmenbedingungen verändert und welche Impulse gegeben werden müssen, um dauerhaft eine qualitativ hochwertige Pflege sicherzustellen.

Wichtige Impulse zu den Themen „Stationäre Altenpflege“, „Akutpflege/-versorgung“, „Stationären Altenpflege“, „Häusliche Krankenpflege (HKP)“ oder „ambulante Pflege“ werden durch Vorträge externer Fachleute eingebracht. Ein Gutachten der katholischen Hochschule in Freiburg befasst sich ebenfalls mit der Pflegeenquete. Die Handlungsempfehlungen des Gutachtens werden dann auch in den Abschlussbericht der Enquetekommission einfließen.

 

 

Hintergrund

Der St. Nikolai-Spitalfonds geht auf eine Spitalstiftung des Klosters St. Margaretha zurück. 1178 erstmals urkundlich erwähnt, wandelten sich die Formen der Stiftungsorganisation – doch der Stiftungszweck, alten kranken und armen Menschen Wohnung und Pflege zu geben, ist auch heute noch die besondere Intention der Träger des St. Nikolai-Stifts. Heute ist der St. Nikolai-Spitalfonds eine rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Waldkirch.
Der Stiftungszweck liegt nach der 1988 verabschiedeten Satzung darin, alten Menschen Wohnung und Pflege zu geben, sowie ihnen beizustehen, das Älterwerden zu meistern. Hierbei sind vorrangig Personen der Trägergemeinden zu berücksichtigen.
Der Stiftungsrat besteht aus den gesetzlichen Vertretern der die Stiftung tragenden Gemeinden: Elzach, Glottertal, Gutach i.Br., Heuweiler, Simonswald, Waldkirch und Winden i. E.. Waldkirchs Oberbürgermeister Roman Götzmann ist Vorsitzender des Stiftungsrates.
Die Stiftung untersteht der Rechtsaufsicht des Regierungspräsidiums Freiburg und ist kooperatives Mitglied des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V..

 

 

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