Christian Ramm, Geschäftsführer der AA Freiburg mit Alexander Schoch, MdL

Gleis 25 – Die Jugendberufsagentur Freiburg – ist auch ein Beispiel für den Landkreis Emmendingen

Gleis 25 – Die Jugendberufsagentur Freiburg –ist auch ein Beispiel für den Landkreis Emmendingen

Einen guten Übergang zwischen Schule und Beruf sicherstellen ist eine zentrale Aufgabe für alle Akteure auf dem Arbeitsmarkt. In der Jugendberufsagentur Freiburg wurden all diese notwendigen Institutionen gebündelt um dieser Aufgabe gerecht zu werden. Freiburg ist die erste Kommune in Baden-Württemberg die diesen neuen Weg seit dem 01. September 2015 geht. Diese Einrichtung bietet allen jungen Menschen unter 25 Jahren Beratung und Unterstützung.

Beteiligt sind die Stadt Freiburg (Amt für Soziales und Senioren, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Amt für Schule und Bildung), die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und freie Träger der Jugendhilfe.

Christian Ramm, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, will mit dieser neuen Einrichtung Jugendlichen individueller und effektiver Unterstützung und Beratung anbieten. Ermöglichen sollen dies die kurzen Wege und die trägerübergreifenden Teams. Die ersten Reaktionen sind durchaus positiv. Sowohl auf Seiten der Schüler als auch auf Seiten der Mitarbeiter.

Jugendberufsagentur auch ein Modell für den Landkreis Emmendingen

Alexander Schoch, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der grünen Landtagsfraktion ist von diesem Konzept sehr angetan und sieht darin ein zukunftsweisendes Modell. „Hier bietet ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum Leistungen zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt an. Die Jugendlichen werden da abgeholt wo sie sind. Ihnen wird Orientierung, Unterstützung und Beratung geboten.“ Als Mitglied des Kreistages im Landkreis Emmendingen sieht Schoch hier auch ein Modell für den Landkreis Emmendingen. „ Ich denke wir sollten die Chancen, die eine solche Jugendberufsagentur bietet auch für den Landkreis Emmendingen nutzen und uns hierzu im Kreistag informieren lassen.“, so Alexander Schoch. Christian Ramm bot von Seiten der Arbeitsagentur Unterstützung bei der Beratung für eine eventuelle Einrichtung einer solchen Jugendberufsagentur an.

Hintergrund zur Jugendberufsagentur in Freiburg:

Die neue Anlaufstelle kostet rund 200.000 Euro im Doppelhaushalt 2015/16. Für die Arbeitsagentur und das Jobcenter fallen nur infrastrukturelle Kosten an. Mit dem städtischen Beitrag wird die neue Stelle der Jugendhilfeberatung geschaffen. Diese Aufgabe nimmt der Verein „Jugendberatung e.V.“ wahr, der über eine langjährige einschlägige Erfahrung verfügt. Die Kosten für die Clearingstelle und die aufsuchende Jugendsozialarbeit werden aus dem ESF-Bundesprogramm „Jugend stärken im Quartier“ getragen.

Zielgruppe von „Gleis 25“ sind Menschen von 15 bis 25 Jahren mit Wohnsitz in Freiburg. Angesprochen werden Schüler/innen der Freiburger Schulen ebenso wie Studierende der örtlichen Hochschulen, Menschen mit Hauptschul- oder mittlerem Bildungsabschluss, aber auch junge Menschen ohne Abschluss. Junge Menschen, die nicht in Freiburg gemeldet sind, werden für die Leistungen nach dem SGB II und SGB XIII an die passende Stelle im Landkreis verwiesen.

Es sollen Schul- oder Ausbildungsabbrüche vermieden, Wege kürzer und Zugänge einfacher werden. Eine gemeinsame Anlaufstelle schafft Transparenz über die Angebote am Übergang Schule-Beruf und das Verständnis zwischen den Institutionen für die Zusammenarbeit erhöhen.

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