Fairer Handel ist eine Partnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht – auch Waldkirch sollte bei Beschaffung mit Beispiel vorangehen!

Landtagsabgeordneter Alexander Schoch und DOL Gemeinderäte und Kreisräte besuchen Weltladen der WABE gGmbH Waldkirch

Fairer Handel ist eine Partnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht – auch Waldkirch sollte bei Beschaffung mit Beispiel vorangehen!

Die Gemeinderäte der offenen Liste Waldkirch (DOL) Josef Rothmund und Nikolaus Wernet, Ortschaftsrat Reinhold Ganz und Kreisrätin Martina Balzer besuchten zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Schoch den Weltladen in Waldkirch. Sie wollten sich über Konzept und Öffentlichkeitsarbeit informieren, besonders auch über die Beteiligung an den fairen Wochen vom 11. – 25. September. Alexander Schoch stellte die Frage: „Wie können wir zu einer Wirtschaft kommen, die den Menschen dient und die ökologischen Grenzen respektiert?“

Frank Dehring, Geschäftsführer von WABE nahm die Frage auf in dem er deutlich machte, dass dies bereits hier im Kleinen, bei jedem Einzelnen beginnt. Jeder kann dazu beitragen, auch durch den Einkauf im Weltladen. Unabhängigkeit von staatlichen Transferleistungen und die Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe verbindet die Idee von Wabe und den Weltläden.

Die fairen Wochen, so Frank Dehring weiter, waren ein guter Anlass um auf den Weltladen aufmerksam zu machen und zum Fairen Handel zu informieren.

Alexander Schoch wies auf 40 Jahre Weltladenbewegung hin, die im Frühjahr 2015 gefeiert wurde und auch darauf, dass der Landtag das Thema Fairer Handel aufgenommen und mit einer Veranstaltung begleitet hat. „Unser globalisiertes Wirtschaften“, so der Landtagsabgeordnete, „führt weltweit zu unfairen Arbeitsbedingungen, zu Umweltschäden und zum Klimawandel. Freihandel à la TTIP entspricht nicht unseren Vorstellungen von fairem Welthandel“, so Alexander Schoch weiter!

„Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Die Landesregierung hat eine neue Verwaltungsvorschrift (VwV) erlassen mit der das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung auch für den Bereich der öffentlichen Beschaffung verfolgt wird.“, so der Landtagsabgeordnete, der in der Arbeitsgruppe Nachhaltige Beschaffung der Landtagsfraktion mitarbeitete. Auch den Kommunen wurde die Anwendung der VwV Beschaffung empfohlen, so Schoch.

Auf Nachfragen der Gemeinderäte Jo Rothmund und Nikolaus Wernet ob eine nachhaltige Wirkung durch den Einkauf im Weltladen erzielt werden kann, erläuterte Frank Dehring, dass durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent/ innen und Arbeiter/innen – insbesondere in den Ländern des Südens viel bewirkt werden kann.

Die Vertreterinnen des Weltladens Martha Ganter und Birgitta Hoffmann-Huet führten aus, dass sich Fair-Handels-Organisationen für die Produzent/innen in den Ländern für die Bewusstseinsbildung und die Kampagnenarbeit engagieren. So könne es zur Veränderung der Regeln und der Praxis kommen. „Die Produkte hier im Weltladen Waldkirch sind ein Beispiel für Nachhaltigkeit“, so Frau Ganter. Dies zeigte sie mit verschiedenen Produkten, wie Kaffee aus Burundi dem Partnerland von Baden-Württemberg oder aber auch Schmuck aus Mexiko.

„Verbraucher können viel mit ihrer Kaufentscheidung dazu beitragen, dass der Handel und die Produktion auf dieser Welt fairer werden Die Stadtverwaltung sollte bei der Beschaffung mit positivem Beispiel voran gehen“, ergänzte Martina Balzer.

 

Verwandte Artikel