Einweihung Windpark Prechtaler Schanze

Minister nimmt Windpark Prechtaler Schanze in Betrieb

PRESSEMITTEILUNG Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Umweltminister Franz Untersteller: „Die bisher leistungs-stärksten Anlagen im Schwarzwald lassen sich gut mit dem Schutz des seltenen Auerhuhns vereinbaren“

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat heute (16.10.) in Elzach-Oberprechtal im Ortenaukreis den Windpark „Prechtaler Schanze“ in Betrieb genommen. Der Windpark umfasst bisher drei Anlagen mit einer Leistung von je 3,05 Megawatt, die nach der Prognose des Betreibers zusammen rund 19 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugen sollen. Bei einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr lassen sich hiermit rechnerisch rund 5.500 Haushalte mit Strom versorgen.

 

Drei weitere Anlagen („Prechtaler Schanze 2“) befinden sich seit August im Bau. Damit wird sich die Leistung des Windparks nach seiner Fertigstellung im Jahr 2016 verdoppeln.

 

Franz Untersteller betonte, wie vorbildlich die besonderen artenschutzrechtlichen Herausforderungen auf der Prechtaler Schanze im Genehmigungsverfahren gemeistert wurden: „Für eine erfolgreiche Genehmigung musste der hier verlaufende Auerhuhnkorridor genau abgegrenzt werden. Dabei hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt festgestellt, dass die Funktionalität des Verbundsbereiches nicht nur erhalten, sondern sogar erhöht werden kann. Der Genehmigungsbescheid für die Windkraftanlagen enthält deshalb entsprechende Ausgleichsmaßnahmen, die die vorhandenen Habitatstrukturen des Auerhuhns erhalten und wo nötig verbessern. Damit ist dieser Windpark ein gelungenes Beispiel dafür, dass sich der Ausbau der Windenergie im Schwarzwald und der Schutz des seltenen Auerhuhns gut miteinander vereinbaren lassen.“

 

Der Windpark steigere auch die regionale Wertschöpfung, erklärte der Umwelt- und Energieminister weiter. „Hierzu tragen sowohl die Finanzierung über regionale Sparkassen und Volksbanken bei als auch die Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger und Kommunen sowie der parallele Bau der sogenannten Windsteckdose auf dem Schulersberg, einer Umspannanlage, an die künftig noch weitere regionale Windparks angeschlossen werden können.“

 

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer sagte: „Der Aufwärtstrend beim Ausbau der Windkraft ist auch im Regierungsbezirk Freiburg klar erkennbar. Noch nie wurden so viele Anlagen beziehungsweise eine so hohe Nennleistung wie in diesem Jahr neu genehmigt. Das Regierungspräsidium unterstützt die Kommunen und regionalen Partner in den Verfahren nach Kräften mit fachlichem Rat, so auch in diesem Projekt auf der Prechtaler Schanze. Die Maßnahme ist ein Vorzeigebeispiel einer nutzbringenden Kooperation der regionalen Akteure und der Bürgerschaft.“

 

 

Ergänzende Informationen:

 

Im Ortenaukreis entstehen derzeit 18 Windkraftanlagen. Neben dem Windpark Südliche Ortenau (7 Anlagen) sind die Windparks Prechtaler Schanze 1 und 2 (je 3 Anlagen) und der Windpark Kambacher Eck (4 Anlagen) sowie die Anlage auf der Hornisgrinde im Bau. Mit diesen 18 werden dann insgesamt 34 Windräder im Ortenaukreis Strom liefern.

 

Landesweit sind derzeit 400 Anlagen in Betrieb.121 Anlagen sind im Bau.

Weitere 279 Windenergieanlagen sind genehmigt oder beantragt. Davon entfallen allein 99 Anträge und 58 Genehmigungen auf das Jahr 2015
(Stand für alle Angaben: Ende August 2015).

 

Weitere Informationen zum Windkraftausbau in Baden-Württemberg finden Sie auf der Homepage des Umweltministeriums Baden-Württemberg: www.um.baden-wuerttemberg.de.

 

 

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