Axel Mayer und Alexander Schoch bei der Endinger Mahnwache

Alexander Schoch wirbt in Endingen für die Energiewende und für die Sofortige Stilllegung von Fessenheim

Alexander Schoch wirbt in Endingen für die Energiewende und für die Sofortige Stilllegung von Fessenheim

MdL Schoch bei der Endinger Mahnwache zum AKW Fessenheim

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 treffen sich besorgte Bürgerinnen und Bürger einmal im Monat zur Mahnwache auf Endingens Marktplatz. Sie möchten an die verheerenden Auswirkungen des Nuklearunfalls erinnern, und so lange weiter machen bis das AKW Fessenheim abgeschaltet wird.

Axel Mayer, Regionalgeschäftsführer des BUND und einer der Teilnehmer der Mahnwache begrüßte den Landtagsabgeordneten Alexander Schoch und mahnte in seiner Einführung zur Wachsamkeit gegenüber den großen Energiekonzernen. Er berichtete über das Verhalten der EnBW, die öffentlichkeitswirksam ihre Bemühungen für die Windkraft in den Vordergrund stellt und gleichzeitig in Karlsruhe ein neues Kohlekraftwerk ans Netz angeschlossen hat. Oder wie die französische Regierung im Vorfeld der Klimakonferenz in Paris wieder einmal mit einer CO²-neutralen und damit umweltfreundlichen Atomkraft wirbt.

Alexander Schoch, energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion forderte, aufgrund des Gefahrenpotentials, die sofortige Stilllegung von Fessenheim! Er erinnerte den französischen Präsidenten Hollande an dessen Zusage das AKW Fessenheim 2016 vom Netz zu nehmen.

„Nach Fukushima braucht es dafür keine Begründung mehr!“ Der Atomausstieg sei in Deutschland durch einen parteiübergreifenden Konsens zur gemeinsamen Aufgabe geworden.

Fessenheim ist ein Risikomeiler. Das drückt sich durch die vielen Störfälle aus, die dieses AKW bereits hatte. Wie problematisch die Anlage ist, hat auch der Stresstest des Ökoinstitutes gezeigt, der in der Konsequenz ein Abschalten bestätigt hat.

Alexander Schoch erläuterte noch einmal die vielzähligen Initiativen die er mit dem Umweltausschuss des Landtages und seiner Landtagsabgeordnetenkollegin Bärbl Mielich ergriffen hat. Landes- und Bundesumweltministerium forderten die französische Umweltministerin mehrmals zur Stilllegung von Fessenheims auf.

Im Oberrheinrat brachten die Grünen bereits mehrere Anträge zur Stilllegung von Fessenheim ein und forderten ein Gutachten für die Zeit nach der Stilllegung von Fessenheim ein, mit dem Ziel ein Zentrum für regenerative Energien einzurichten.

Der Landtagsabgeordnete warb zum Schluss seiner Ausführungen für die Energiewende und die Demokratisierung der Energiewirtschaft. Die Energiewende ist bisher ein großes Bürgerbeteiligungsprojekt und dies soll es auch bleiben. Die Energiewende, die insbesondere von den vielen Bürgerenergiegenossenschaften und Bürgergesellschaften getragen wird, ist dezentral und fördert die regionale Wertschöpfung.

Alexander Schoch kritisierte die gegenwärtige Energiepolitik der Bundesregierung, die dem Ausbau der erneuerbaren Energien einen schweren Rückschlag versetzt hat. Für Schoch ist dies der falsche Weg. „Wir brauchen Anreize, keine Abschreckung“.

Zum Schluss seiner Ausführungen dankte Schoch dem großartigen Engagement der vielen Bürgerinitiativen in der Region gegen die Atomkraft. Dieses Engagement beflügle auch ihn, weiterhin die dicken Bretter in der Politik zu bohren, um die Energiewende nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa zu erreichen. „ Wir müssen nicht nur die Atomkraftwerke sondern auch die CO²-Schleudern – Kohlekraftwerke vom Netz bekommen. Es ist modern eine Aufforderung an uns alle zu senden. Ich möchte dies in Anlehnung an die Bundeskanzlerin machen: wir schaffen die Energiewende.“

Verwandte Artikel