Landtagsabgeordneter Schoch besuchte im Rahmen seiner Landkreistour zusammen mit Bürgermeister Singler die Elztalbrennerei Georg Weis in Gutach

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch besuchte im Rahmen seiner Landkreistour die Gemeinde Gutach im Breisgau und unterhielt sich mit Bürgermeister Urban Singler und Gemeinderätin Barbara Schuler (ÖL) über aktuelle kommunalpolitische Themen, wie das geplante Wärmeversorgungs-system im neuen Baugebiet „Alte Ziegelei“ und über den Ausbau der Windenergie.

Bei der energetischen Versorgung, vor allem bei Neubauprojekten, sieht Singler eine große Chance für die Eispeichertechnik.

Alexander Schoch betonte, dass das Land die Novellierung des Landesplanungsgesetzes und den Windenergieerlass auf den Weg gebracht hat.

Damit wird eine sehr gute Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Windenergie ermöglicht. Die Rahmenbedingungen für einen Natur- und Umweltschonenden Ausbau der Windenergie wurde ebenfalls verbessert.

Der Ausbau der regenerativen Energien ist ein wichtiges Element um die von Bundesregierung und Landesregierung vorgegebenen Ziele zum Klimaschutz umzusetzen.

Daher ist das Thema Windenergie und die Frage der Gebietskulisse für die Standorte sensibel zu prüfen. Klar ist jedoch, dass der Windenergie mehr Raum gegeben werden muss.

Wenn man aus der einen Technologie aussteigt, heißt dies auch irgendwo anders einzusteigen. Auch das Thema Asyl wurde diskutiert und Bürgermeister Singler hob hervor, dass bisher alle Flüchtlinge untergebracht werden konnten.

Wichtig sei nun, so Schoch, dass für die Flüchtlinge mit einer hohen Bleibeperspektive nun auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine Integration erleichtern.

Zusammen mit Bürgermeister Urban Singler besuchten Barbara Schuler und der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch die Elztalbrennerei Georg Weis GmbH.

Hansjörg Weis führte die Gäste durch die Elztalbrennerei. Er berichtete mit anschaulichen Beispielen von der überbordenden Bürokratie seitens der Europäischen Union und der damit verbundenen enormen Belastung, die verschiedenen Zertifizierungen und Audits verursachen. Auch über Stilblüten die die Bürokratie mit sich bringt konnte er Anekdoten erzählen.
Weis meinte: „Bürokratie ist der Angriff gegen den Mittelstand“. Alexander Schoch griff das Thema Entbürokratisierung dankbar auf und stellte verschiedene Beispiele vor, welche Maßnahmen bei einer Gesetzesinitiative geprüft werden um den Verwaltungsaufwand zu vereinfachen. Die Elztalbrennerei beschäftigt insgesamt 40 Mitarbeiter. Täglich werden rund 50. -60.000 Flaschen abgefüllt. 80 Prozent des Geschäftes macht die Firma Weis in Deutschland und rund 20 im Ausland. Der Marktanteil von Obstbränden liegt deutschlandweit bei vier Prozent. Die Lagerkapazitäten liegen bei mehreren Millionen Liter. Derzeit wird eine neue Halle gebaut mit besseren LKW-Andockmöglichkeiten und größerem Abstand zu den Nachbarn.

Begrüßt wurden von Alexander Schoch die Überlegungen, in Zukunft die nahe gelegene Schule mittels Abwärme der Firma Weis zu beheizen. Bei den Rohstoffen für die Schwarzwälder Obstbrände ist das Herkunftsgebiet Schwarzwald klar definiert. Der Schwarzwald hat vor allem auch international ein gutes Ansehen, bei dessen Vermarktung ist Südtirol jedoch noch einen Schritt voraus. Auch für Alexander Schoch steht das Thema regionale Erzeugung und Vermarktung zur Sicherung von Arbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung ganz oben auf der Agenda. Weis berichtete in diesem Zusammenhang über eine enge Zusammenarbeit mit den Hofbrennereien, von denen er die Übermengen abkauft. „Wir leben in Symbiose. Ich bin sicher, dass wir auch für die Zeit nach 2017 gemeinsame Wege finden, wenn das Branntweinmonopol kippt.“

Alexander Schoch, zeigte sich sehr beeindruckt von dem großen Einsatz der Familie Weis, die trotz aller Widerstände ein gesundes und leistungsfähiges Mittelstandsunternehmen in die Zukunft führen.

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