Unternehmensbesuch Firma Gießler

Hervorragendes Energiemanagement in der Firma Gießler

Anlässlich zu den Energiewendetagen 2015 besuchte der energiepolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion Alexander Schoch zusammen mit den Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Kerstin Andreae und Oliver Krischer sowie Dr. Franz Ruetz, Kreisvorstandsmitglied der Grünen den Automobilzulieferer Werner Gießler GmbH Präzisionsdrehteile in Elzach.

Einer der drei Gießler Geschäftsführer und Sohn des Gründers, Thomas Gießler sowie der technische Leiter, Reiner Ehret begrüßten den Elzacher Bürgermeister Roland Tibi und die Abgeordneten in Ihrem Haus. Hinter dem Namen Werner Gießler GmbH verbirgt sich ein innovatives Familien Unternehmen mit einem hervorragendem Energiemanagement. 2006 wurde mit der Einführung einer Maschinenkühlung wesentliche Verbesserung der Produktionsbedingungen geschaffen. Das „Abfallprodukt“ Wärme wird nun für die Heizung und Warmwasser für sämtliche Betriebsgebäude incl. Wohnhaus genutzt. Mit diesem Kühl- und Heizsystem konnte schon neun Jahre auf Heizöl verzichtet werden. „Mit einer Amortisationszeit von 0,72 Jahre und einer Vermeidung von 1.900 Tonnen Co2 Ausstoß zeigt sich ganz klar, dass sich Umweltschutz lohnt.“, so Gießler. Das System wurde von dem Maschinenbauer Gießler selbst ausgetüftelt und läuft reibungslos. Er lade gerne Unternehmen ein, um sich dieses Systeme anzuschauen.

Gießler merkt an, dass der alleinige Umweltschutzgedanke und die Finanzierung jedoch nicht jeden überzeugt. Daher brauche es von der Politik mehr Anreizsysteme für Unternehmen. „Auch in der Herstellung wäre man schon so weit Teile zu produzieren, die Abgasarmer sind. Deutschland kann nur Innovationsstandort bleiben, wenn wir Vorreiter sind und nicht hinterherhinken.“, merkte der Unternehmer an. Der energiewirtschaftliche Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion Oliver Krischer werde viele Ideen aus diesem Unternehmen mitnehmen, die er gerne Beispielhaft in die Innovationsförderung einbringen möchte.

Auch Bürgermeister Tibi lobt das Unternehmen. Es sei wichtig, dass Firmen für die kommende Generation wirtschaften und handeln. Ein gutes Beispiel ist das Grundstück neben dem Werk. Hier musste die Gemeinde 3,5 Millionen Euro aufwenden um Altlasten zu entfernen.

Um kleine und mittlere Unternehmen wie die Firma Gießler in dem ländlichen Raum Perspektiven zu bieten, braucht es gute Rahmenbedingungen von Land und Bund. Hierzu gehören auch ein schnelleres Internet, das nun in Zusammenarbeit mit dem Landkreis geschaffen wird. Aber auch die Ortsumfahrung Winden mit dem geplanten Spatenstich im November, sind solche wichtige Zukunftsentscheidungen. Reiner Ehret begrüßt stellvertretend für die 150 Mitarbeiter den Baubeginn, denn er als Pendler stand bestimmt schon zusammen gefasst einige Monate in den letzten 20 Jahren im Nadelöhr Winden fest. Für Kerstin Andreae, die Koordinatorin für Wirtschaft und Finanzen im Ausschuss für Energie und Wirtschaft des Bundestages und für den arbeitsmarktpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion Alexander Schoch sind solche Unternehmen ein gutes Beispiel für die Innovationskraft, die der ländliche Raum bietet und den es weiter zu stärken gilt.

 

Verwandte Artikel