Energiewende Imbiss in Biederbach

Energiewende Imbiss in Biederbach

Anlässlich zu den Energiewendetagen 2015 lud der energiepolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion Alexander Schoch zusammen mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer zum „Energiewende Imbiss“ in den Landgasthof Adler-Pelzmühle nach Biederbach ein.

Der Einladung zum runden Mittagstisch waren die Bürgermeister Roland Tibi (Elzach), Klaus Hämmerle (Winden), Urban Singler (Gutach) und Jürgen Allgaier (Vertreter der Gemeinde Biederbach) sowie Mitglieder des Kreisvorstandes der Grünen des Landkreises Emmendingen gefolgt. Die BürgerEnergiegenossenschaft Biederbach und Elztal eG (BEG), die durch die Vorstände Gernot Limberger sowie Frank Krause vertreten wurden, präsentierten die Arbeit und das Engagement der Energiegenossenschaft. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeister von Biederbach Josef Ruf war leider verhindert.

Die 2010 gegründete Genossenschaft hat das Ziel und den Anspruch den Energiebedarf bis 2020 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen, wie Sonne, Wind und Wasser zu erzeugen und engagiert sich dafür in der Region. Die BEG hat mittlerweile 251 Mitglieder mit 836.000 € Anteile, betreibt 18 eigene Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 684,78 kWp ist derzeit an fünf Windräder der Region finanziell beteiligt. Um Ihr Ziel zu erreichen, möchten Sie auch gerne in Richtung Fernwärmeprojekte, weiteren PV-Anlage und insbesondere in Windkraft kräftig wachsen. „Wir möchten die Wertschöpfung im Elztal belassen, sei es in Bezug auf Investitionen oder Stromerzeugung.“, so Krause.

„Klimaschutz geht uns alle an!“, so der stellvertretender Fraktionsvorsitzender und politischer Koordinator des Arbeitskreises Umwelt & Energie der grünen Bundestagsfraktion, Oliver Krischer. Die Probleme der Klimaveränderung, des wachsenden Energiehungers, der zunehmenden Rohstoffknappheit und der steigenden Energiepreise müssen gleichzeitig gelöst werden. Und zwar so, dass kommenden Generationen die Zukunft eröffnet und nicht verbaut wird. Erneuerbare Energien, Effizienz und Energieeinsparung sind für uns der entscheidende Hebel, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Energieversorgung ökologisch zu modernisieren. Gerade Bürgerenergiegenossenschaften wie die von Biederbach und Elztal, so Oliver Krischer, tragen dazu bei die Energiewende umzusetzen und auch insbesondere Wertschöpfung durch die Energiewende in der Region zu belassen.

Bürgermeister Tibi merkt an, dass Windenergie viel Potenzial hat für den ländlichen Raum. Die Rahmenbedingungen müssen natürlich stimmen. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich mit großem Engagement in der Genossenschaft. Die Bürgermeister loben den partizipativen Ansatz der Bürgerbeteiligungen, der hier in der Region zum einen zu einem hohen Grad Akzeptanz der Windkraft geführt hat, da eben immer die Sensibilität für die Landschaft und die Interessen des Umwelt, Natur- und Klimaschutzes im Vordergrund standen. „Wir hatten 63 öffentliche Sitzungen der Gemeinderäte Biederbach, Elzach und Winden, der Ortschaftsräte in Elzach, des Gemeindeverwaltungsverbandes zum Thema Windkraft gehabt. Darunter waren auch vier Bürgerversammlungen. Zusätzlich haben wir uns mit den beteiligten Grundstückseigentümer mehrfach in Versammlungen und Einzelterminen getroffen.“, so Bürgermeister Tibi. Er selbst hätte zudem etwa 200 Termine zum Thema Windkraft gehabt. Auch Bürgermeister Hämmerle hob nochmal die Sensibilität der Planung hervor.

Oliver Krischer hielt fest, dass Deutschland die Verantwortung der Vorreiterrolle hat und Deutschland beim Ausbau der Erneuerbaren nicht weiter ins Stocken geraten darf. Daher ist es umso wichtiger die Energiewende von unten voran zu treiben. Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hob zum Abschluss der Veranstaltung noch mal hervor, dass Baden-Württemberg beim Ausbau der Windenergie auf einem guten Weg sei und landesweit derzeit 400 Anlagen in Betrieb und 121 Anlagen im Bau sind. Weitere 279 Windenergieanlagen sind genehmigt oder beantragt. Allein mit diesen Anlagen können wir die Hälfte unseres 10 % Zieles bis 2020 erneuerbar aus Windenergie erreichen. Alexander Schoch auf den Energiewende Imbiss

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