Von links Bernadette Marek (Pflegedienstleitung), Alexander Schoch (MdL), Claudia Herbstritt–Bär (Verwaltungsleitung), Helmut Eitenbenz (1. Vorsitzender und ehrenamtlicher Geschäftsführer), Hans-Joachim Schwarz (Bürgermeister von Endingen)

Alexander Schoch zu Gast in Endingen

Im Rahmen seiner Landkreistour besuchte der GRÜNE Landtagsabgeordnete Alexander Schoch Endingens Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz und die katholische Sozialstation St. Martin.

Die zunehmende Zahl von Flüchtlingen stellt den Landkreis Emmendingen, wie auch die Stadt Endingen und damit die Endinger Bürger vor große Herausforderungen. Dabei gehe es nicht nur um Flächen, Baugenehmigungen und -durchführung. Sondern auch um das menschliche Miteinander.

Schwarz lobte in diesem Zusammenhang das große ehrenamtliche Engagement in seiner Gemeinde. „Es hat sich bereits ein Helferkreis für Flüchtlinge gebildet. Gezielt wurden schon Personen aus der Gemeinde angesprochen, die bei sprachlichen Problemen helfen können.“ so der Bürgermeister.

Schwarz und Schoch sind sich einig darüber, dass die Integration der Flüchtlinge nur gelingt durch das schnelle Erlernen der Sprache und ein Konzept zur Integration in den Arbeitsmarkt, das Bildungs-system und den Wohnungsmarkt.

Schwarz wünschte sich in diesem Zusammenhang dringend eine finanzielle Entlastung der Kommunen und des Landkreises.

Die Frage der zukünftigen Schullandschaft ist ebenfalls eine große Herausforderung für die Stadt und die Region. Vor dem Hintergrund der erst renovierten Schule in Wyhl, wäre ein regionales Gesamt-konzept für den Schulstandort sinnvoll. „Dies ist auch im Sinne eines zweckmäßigen Finanz-mitteleinsatzes angebracht“, so Schoch.

„Die Grundschule wird in Zukunft eine Ganztagesbetreuung anbieten, was auch für die Sekundärstufe angestrebt wird“, so Schwarz. die Schule müsse in Zukunft die Integration von Flüchtlingskindern meistern können.

Endingen besitzt für eine Stadt mit 9.100 Einwohnern, davon allein 6.500 in der Kernstadt, eine gute Struktur bezüglich Handel, Arbeitsplatzangeboten und Mittelstand. Es herrscht ein großer Flächendruck für den Wohnungsneubau und es fehlen genügend bezahlbaren Flächen. Für ein neues Wohnprojekt lässt die Stadt gerade ein Energiekonzept prüfen. Durch Technologien wie Solaranlagen, Stromspeicher und einem Kalt-Wärme-Netz soll die Siedlung energieautark werden. Als energiepolitischer Sprecher der Fraktion freute sich Alexander Schoch sehr über den Endinger Pioniergeist. Der Bürgermeister bedauerte, dass die Stadt nur bei eigenen Bauprojekten Einfluss auf die Energieversorgung habe.

Die katholische Sozialisation St. Martin ist einer der größeren Arbeitgeber in Endingen. Sie wurde 1979 gegründet und in den letzten Jahren stetig erweitert. Aus Anlass der Fertigstellung des neuen Wintergartens besuchten Alexander Schoch und Bürgermeister Schwarz die Sozialstation.

Die Sozialstation ist gerade für den ländlichen Raum eine sehr wichtige Infrastruktureinrichtung. Die Einrichtung sei wirtschaftlich gesund, wozu auch die ehrenamtliche Geschäftsführung beitrage, betonte der ehrenamtliche Geschäftsführer Helmut Eitenbenz. Er lobte die gute Arbeitsmoral, der mittlerweile 65 Angestellten und betonte die hohe fachliche Qualität, die durch ständige Fortbil-dungen erreicht werde. Die Arbeit der Sozialstation wurde durch Frau Bernadette Marek, die Pflege-dienstleiterin erläutert. Man sehe auch die Chance, auf Grund des Fachkräftemangels bei den Flüchtlingen evtl. qualifiziertes Personal gewinnen zu können. Frau Claudia Herbstritt-Bär erläuterte die wirtschaftliche und personelle Situation der Einrichtung.

Die Sozialstation bietet auch in der benachbarten Villa Schwobthaler Pflegeleistungen an. Die Villa Schwobthaler ist speziell für Menschen mit Demenz. Die Betreuung findet rund um die Uhr statt.

Alexander Schoch zeigte sich sichtlich beeindruckt vom bisherigen Erfolg und dem eingeschlagenen Weg der katholischen Sozialstation St. Martin und wünschte für die Zukunft alles Gute.

Verwandte Artikel