Schoch: Plenum ist ein Erfolg für Region und bietet interessante Perspektiven für den Naturgarten Kaiserstuhl

DSCF2717Alexander Schoch, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Emmendingen, informierte sich bei einem Ortstermin im Kaiserstuhl über die Erfolge und Perspektiven der nachhaltigen, naturschutzorientierten Regionalentwicklung, die über 12 Jahre vom Land Baden-Württemberg über das Programm PLENUM gefördert wurde.
Matthias Hollerbach, langjähriger Regionalmanager des Förderprogramms PLENUM und derzeit bei der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH für die befristete Weiterführung und Abwicklung von Förderprojekten angestellt, vermittelte an drei Stationen die Aktivitäten von PLENUM.
Zunächst wurde an einer Infotafel am Bahnhof Königschaffhausen das von PLENUM geschaffene Netz von Themenpfaden kreuz und quer durch die Region erläutert. PLENUM hat es geschafft, die Region im landschaftsbezogenen Tourismus und dem Regionalmarketing auf ein Niveau zu heben, das sich im Wettstreit der Regionen sehen lassen kann.
Beispiele dafür seien das einheitliche Netz von Themenpfaden, die Kaiserstühler Winzerhöfe und die Kaiserstühler Gästeführer sowie das Markenprogramm „Kaiserlich genießen“ mit vielen regionaltypischen Spezialitäten.
An der zweiten Station wurde das Großprojekt „Vielfalt statt Reblaus“ vorgestellt. Landwirt und Winzer Hans-Peter Eckert erläuterte an einer Großböschung auf Gemarkung Königschaffhausen, mit welchen Pflegemaßnahmen die völlig verwilderte Böschung wieder in eine offene, von Gräsern und Kräutern dominierte Fläche umgewandelt wird.
Die öffentliche Förderung über PLENUM sei hier die Voraussetzung, um die Vegetationsentwicklung umzukehren, betont Eckert. Ohne diese öffentliche Unterstützung würde der Aufwand in keinem Verhältnis zu dem wirtschaftlichen Nutzen stehen.
PLENUM führt laut Regionalmanager Hollerbach hier modellartig eine systematische Böschungspflege ein und zeigt auf, mit welchen Methoden die aufgrund des Reblausbefalls problematische Unterlagsrebe wirkungsvoll zurückgedrängt und stattdessen eine gebietsheimische und leicht pflegbare Vegetation etabliert werden kann.
An der dritten Station im Ökologischen Weingut Helde in Sasbach-Jechtingen ging es um das regionale Markenprogramm „Kaiserlich genießen“, das von PLENUM aufgebaut wurde. Frau Helde-Bächle beteiligt sich mit selber hergestellten Kräutertees aus den ökologisch bewirtschafteten Weinbergen an dem Markenprogramm, ihr Mann hat einen Direktsaft aus verschiedenen Beeren unter dem Namen „Beerenwunder“ für das Markenprogramm kreiert.
Norbert Helde betonte, dass man von Weinbauseite mit der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH sehr zufrieden sei. Es bräuchte Personen wie Michael Meier und Matthias Hollerbach, die sich um die Vermarktung der Region kümmern und innovative Projekte auf den Weg bringen könnten. Für sich genommen entfaltet das Markenprogramm eine geringe Wertschöpfung. Aber für die touristische Vermarktung ist das Markenprogramm aus Sicht des Geschäftsführers Michael Meier ein wichtiger Baustein.
Durch die langjährige Förderung des Programms PLENUM durch das Land, hat die Region durch diese einmalige Kombination aus wirtschaftlich motivierter Regionalentwicklung und dem Schutz und die Pflege der Landschaft und Naturschätze viel gewonnen. Mit dem Auf- und Ausbau der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH wurde eine Organisationsstruktur geschaffen, die vieles von dem, was mit PLENUM auf den Weg gebracht wurde, weiterführen kann, so Herr Meier und Herr Hollerbach.
Doch neben der ständigen Pflege des Markenprogramms „Kaiserlich genießen“ und seiner Partner und der touristischen Vermarktung der neu geschaffenen touristischen Dienstleistungen braucht die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH immer wieder freie Kapazitäten, um neue Kooperationen auf den Weg zu bringen und innovativen Ansätzen zur Umsetzung zu verhelfen. Auch die Integration des Naturschutzes bedarf einer ständigen fachlich kompetenten Begleitung. Und im Zuge des notwendigen Klimaschutzes muss die Region zukünftig ihre Anstrengungen voraussichtlich verstärken, um den CO2-Verbrauch zu reduzieren und sich besser auf den Klimawandel einzustellen, so Alexander Schoch.

Bild: Schoch MdL, Matthias Hollerbach, Michael Meier

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