Alexander Schoch, Sabine Joseph und Maren Huth mit ihrer Tochter Jonna

Bildung über gesunde Ernährung sollte am Mittagstisch weitergehen

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch besucht den Bio-Caterer für Kindertagesstätten und Kindergärten, die Zwergenküche in Endingen.

Empfangen wurde der GRÜNEN Politiker von den beiden Geschäftsführerinnen und Gründerinnen der Zwergenküche Maren Huth mit ihrer Tochter Jonna und Sabine Joseph.

Mit der Idee die Kinder aus der Kita Zwergenstüble mit vollwertigen Essen zu versorgen, entstand 2012 die Zwergenküche. Seit 2013 kocht das 10-Köpfige Team nun für rund 220 Kinder in Kitas und Kindergärten in Endingen und der Region. Die Küche ist in den Räumen des Sportvereins Endingen, Im Erle angesiedelt. Durch diese doppelte Nutzung ergeben können die Mietkosten in Schach gehalten werden.

Für die Küche mussten Erneuerungen, wie Waschstraße und neue Kombidämpfer angeschafft werden. Diese Maßnahmen und andere wurden von dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), im des Zuge des Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2007-2013 (MEPL II) und neuerdings durch „Innovative Maßnahmen für Frauen im ländlichen Raum“ (IMF) gefördert.

Für die Zwergenküche ist es wichtig, dass die Kinder sich gut entwickeln. Eine wichtige Grundvoraussetzung hierfür ist gesunde Ernährung. Gutes Essen hat jedoch seinen Preis. Mit den lediglich kostendeckenden Preisen möchte die Zwergenküche so vielen Kindern wie möglich den Zugang zu einer biologisch hochwertigen Mahlzeit ermöglichen.

Das Projekt findet breite Unterstützung und man hat gute Berater wie den Bio-Caterer Wöhrle oder die Regionalwert AG. Da man mit der Größe des Betriebes begrenzt ist, ist es natürlich auch klar, dass die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auch eine Gratwanderung ist. Wichtig ist, dass sich der Betrieb trägt und dass die Mitarbeiter/innen vernünftig bezahlt sind.

Mit dem Catering stärken und fördern sie die regionale Wertschöpfung und bereichern die Bildung der Kinder. Sabine Joseph regt an, dass schon in der Schule im Rahmen des hauswirtschaftlichen Unterrichts Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Schülerinnen und Schüler genommen werden kann. Schülern sollte der Zusammenhang aufgezeigt werden, wie sie als zukünftige Konsumenten den Markt bestimmen können. Dazu gehört ein Bewusstsein für die Qualität der Lebensmittel zu geben und dafür dass sie auch einen entsprechenden Wert und ihren Preis haben. Joseph ist davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Schritt zu einem nachhaltigem Kaufverhalten ist und deshalb sollte Ernährung ein Bildungsthema werden.

Auch für Alexander Schoch ist es klar, dass z. B. bei der Ausschreibung von öffentlichen Aufträgen ökologische und soziale Kriterien stärker in den Vordergrund rücken müssen. Der Grünen Politiker freut sich daher sehr über Projekte, wie die Zwergenküche, die versuchen mit viel Engagement eine Essens-Kultur für die Kinder zu entwickeln, die sich an Qualität und Regionalität orientiert. Dieses sollte seiner Meinung nach noch viel besser honoriert werden.

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