Besuchergruppe aus dem Landkreis Emmendingen besucht mit Alexander Schoch MdL den Nationalpark Schwarzwald

Besuchergruppe aus dem Landkreis Emmendingen besucht mit Alexander Schoch MdL den Nationalpark Schwarzwald

 

Eine Besuchergruppe aus dem Landkreis Emmendingen besuchte zusammen mit dem Landtagsabgeordneten der Grünen Alexander Schoch den noch jungen Nationalpark Schwarzwald, um sich über diesen und seine Entwicklung informieren zu lassen.

Die Gruppe wurde von dem Nationalparkleiter Dr. Wolfgang Schlund im Besucherzentrum am Ruhestein empfangen. In einem interessanten Vortrag erläuterte Dr. Schlund die Aufgaben und Ziele eines Nationalparks und insbesondere des Nationalparks Schwarzwald. Vorrangiges Ziel eines Nationalparks ist „Natur Natur sein lassen“. Der Nationalpark ist aber nicht nur für Tiere und Pflanzen, sondern auch für den Menschen da. Besucherinnen und Besucher können hier die wilden Schönheiten des Schwarzwalds mit allen Sinnen genießen und sich von der Hektik des Alltags erholen.

Im Februar 2015 hat der Nationalparkrat die erste Gebietsgliederung beschlossen: Der Nationalpark ist nun eingeteilt in drei verschiedene Zonen, die unterschiedlich stark geschützt sind. In den Kernzonen, etwa ein Drittel der 10 000 Hektar großen Flächen, sind die natürlichen Prozesse ab sofort sich selbst überlassen. In den Entwicklungszonen, die in den kommenden 30 Jahren nach und nach ebenfalls zu Kernzonen werden, darf der Mensch noch an einigen Stellen lenkend eingreifen. Bis zu 25 Prozent der Fläche werden dauerhaft zur sogenannten Managementzone gehören. Hierzu gehören unter anderem der Puffergürtel fürs Borkenkäfermanagement und die beweideten Grinden.

 

Im Rahmen einer Exkursion durch den Nationalpark zeigte der Park Ranger Wolfram Hessner an welchen Stellen die Natur besonders zu erfahren ist. Wie die toten Bäume in denen sich unzählig viel Leben wieder ansiedelt. „Unser Nationalpark ist ein Beispiel dafür, wie die Natur dem Menschen näher gebracht wird und sich entwickeln kann.“, so Alexander Schoch. Bereits 2011 wurde unter der Regierung von Grün-Rot ein Nationalpark im Koalitionsvertrag angestrebt. Zuvor hatte auch die CDU dieses Ziel schon einmal formuliert. Nach dem Beschluss ein Nationalpark in dieser Region einzurichten, führte die Landesregierung ein breit angelegter Informations- und Beteiligungsprozess in der Region durch. Im November 2013 hat die Grün geführte Landesregierung dem Projekt „Nationalpark Schwarzwald“ zugestimmt.

Seit dem 1. Januar 2014 gibt es nun den ersten und bislang einzigen Nationalpark in Baden-Württemberg. Anfangs umstritten kommt die Einrichtung des Nationalparks in der Bevölkerung mittlerweile gut an. Die Zahl der Gäste habe sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr mit rund 26.000 Menschen mehr als verdoppelt. Nach einer Meinungsumfrage sind nur 7 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung negativ gegenüber dem Nationalpark eingestellt. Diese hohe Zufriedenheit bereits nach einem Jahr lässt sich auch auf die Bürgerbeteiligung, die in der Gründungsphase sehr wichtig war und auch jetzt bei der weiteren Planung des Nationalparks sehr umfangreich ist, zurückführen, so Schoch.

 

 

Bildersammlung Nationalparkbesuch

Zur Akzeptanzstudien Nationalpark Schwarzwald

Der Nationalpark Schwarzwald kommt bei den Menschen im Land und in der Region gut an. Das ergab eine repräsentative und unabhängige Studie. Nur sieben Prozent der Befragten in Baden-Württemberg sehen den Park negativ, rund zwei Drittel finden es gut, dass ein Nationalpark eingerichtet wurde. Ein gutes Zeugnis erhält auch Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei der Einrichtung des Nationalparks.

„Die Stimmung für den noch jungen Nationalpark ist bereits heute sehr gut. Nur sieben Prozent der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger und 14 Prozent der ländlichen Anrainer bewerten ihn negativ“!

„Erfreulich ist auch die hohe Zufriedenheit mit der Bürgerbeteiligung, die in der Gründungsphase sehr wichtig war und auch jetzt bei der weiteren Planung des Nationalparks sehr umfangreich ist“, betonte Bonde.

Unter den Befragten gaben 74 Prozent im Land und 68 Prozent der Anrainer an, mit der Beteiligung zufrieden zu sein. 52 Prozent der Menschen im Land haben angegeben, den Diskussionsprozess zur Nationalparkgründung verfolgt

oder sich aktiv in diesen eingebracht zu haben.

Das ist eine schöne Bestätigung für die starke Einbindung der Region auch beim Nationalparkplan. Die guten Zustimmungswerte zum Nationalpark und zur Bürgerbeteiligung zeigen, dass der Nationalpark in sein Umfeld sehr gut eingebunden ist.
Der Nationalpark ist auch eine große Chance für den Tourismus im Nordschwarzwald und setzt bereits jetzt starke touristische Impulse. Fast jeder zehnte Baden-Württemberger war schon im Nationalpark.

Rund 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger planen einen Besuch.

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