Heute 9. Juli 2015 Infoveranstaltung des Regierungspräsidiums zur Windenergie in der Stadthalle Waldkirch

Alexander Schoch kritisiert Gegenveranstaltung der Windenergiegegner in Suggental

Es ist sehr bedauerlich, dass die Windenergiegegner, die Bürgerinitiative zum Schutze des Hochschwarzwaldes ( Einzigartiges Suggental ) nun genau zum gleichen Zeitpunkt eine Veranstaltung durchführen, wo auch das Regierungspräsiidium eine Informationsveranstaltung zur Windenergie anbietet.
Die Windenergiegegner der Bürgerinitiative Einzigartiges Suggental sind auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht worden und es wäre, so Alexander Schoch, dieser BI gut angestanden, bei dieser Veranstaltung des Regierungspräsidiums in den Dialog einzutreten,. Alexander Schoch hätte sich, bei einem Interesse der BI vorstellen können, dass sich die BI mit einem eigenen Infotisch beteiligt um zu informieren und die Argumente auszutauschen. Stattdessen hat diese Bürgerinitiative eine Gegenveranstaltung in Suggental geplant, was sehr bedauerlich ist.
Natürlich gibt es bei der Frage der Windenergie unterschiedliche Positionen, daher sollten die Argumente auch ausgetauscht werden und nicht polemisiert und polarisiert werden, so Schoch.
So spricht für die Nutzung von Windenergie, dass sie ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Energiewirtschaft ist, da sie eine Energiequelle nutzt, ohne diese zu verbrauchen. Wind entsteht immer auf der Erde und er weht auch weiter ohne nennenswerte Veränderung, wenn ein Teil seiner Bewegungsenergie durch Windenergieanlagen in elektrische Energie umgewandelt wird. Wind ist erneuerbar, ja er erneuert sich sogar selbst – durch seine Nutzung werden keine Ressourcen verbraucht und keine Abfall- oder Reststoffe produziert. Unsere Gesellschaft hat sich entschieden, dass sie eine schädliche Veränderung der Atmosphäre durch den Eintrag von so genannten Treibhausgasen in Zukunft verhindern will. Dafür ist auch die Nutzung des Windes zur Energiegewinnung ein wichtiger Beitrag, da diese Energieerzeugung im Gegensatz zur Nutzung fossiler Energieträger ohne die Produktion des klimaschädlichen Kohlendioxids auskommt, so Schoch.
Die Nutzung von Windenergie birgt keine elementaren Gefahren für den Menschen (im Gegensatz beispielsweise zur Atomkraft) und für die Umwelt (im Gegensatz beispielsweise zur Verbrennung von Kohle oder Gas) und sie kann (und sollte) so betrieben werden, dass schädliche Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Natur in nur geringem Umfang auftreten, so der Landtagsabgeordnete.

Gegen die Nutzung von Windenergie werden zum einen Bedenken hinsichtlich des Landschaftsbildes und der Wirtschaftlichkeit von WEA und zum anderen mögliche negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt angeführt. Grundsätzlich wird kritisiert, dass Windenergie nur einen sehr kleinen Teil zur notwendigen Stromproduktion beitragen kann und trotzdem ungerechtfertigt stark gefördert wird. Ihre Gegner halten die Energiebilanz von WEA für schlecht. Vor diesem Hintergrund sehen sie die negativen Auswirkungen von WEA, unter denen die Bevölkerung leiden müsse (ohne einen wirklichen Vorteil von der Windenergie zu haben), als besonders problematisch.

Noch vor wenigen Jahren ahnte niemand, welche Bedeutung die Windkraft für unsere Energie-versorgung gewinnen würde – aber auch nicht, dass sie die Diskussion um die Windkraft teilweise so polarisieren würde. Daher war es sinnvoll, dass vor dem Hintergrund der Veranstaltungen in Siegelau und jetzt in Suggental das Regierungspräsidium die Initiative ergriffen hat über Windkraft zu informieren. Besonders interessant ist hierbei, dass zu dieser Veranstaltung die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz ( LUBW ) gewinnen konnte, um über z.B. das Thema Lärm und Infraschall zu informieren. Ich hoffe, dass trotz der Veranstaltung der Windenergie-gegner viele Windenergiekritiker zu der Veranstaltung des Regierungspräsidiums kommen um sich objektiv zu informieren, so Alexander Schoch.

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