„Contracting“ im Energiebereich 22 Erfolgsbeispiele aus Baden-Württemberg veröffentlicht Umweltminister Franz Untersteller: „Contracting ermöglicht die energetische Sanierung von Gebäuden auch ohne Eigenkapital“

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat heute (22.06.) beim Contracting-Kongress der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg in Stuttgart auf die großen Chancen hingewiesen, die das sogenannte „Contracting“ bietet. Beim Energie-Contracting verringert ein Dienstleister mit von ihm finanzierten Effizienzmaßnahmen den Strom- und Wärmebedarf eines Gebäudes. Dafür bekommt er vom Eigentümer eine Vergütung, die dieser in der Regel aus seinen eingesparten Energiekosten finanzieren kann.

 

Franz Untersteller: „Maßnahmen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes senken und zu einem effizienteren Einsatz der benötigten Energie führen, sind gerade in älteren Gebäuden technisch oft leicht umzusetzen. Da sie die Kosten für Strom und Wärme dauerhaft senken, können diese Maßnahmen auch aus wirtschaftlichen Gründen sehr interessant sein. Mangels Fachkenntnissen oder wegen fehlender finanzieller Mittel für die notwendigen Investitionen beschäftigen sich viele Eigentümer jedoch nicht intensiv mit dem Thema. Hier hilft Contracting weiter.“

 

Mit Contracting könnten kompetente Energiedienstleister maßgeschneiderte Lösungen für jedes Gebäude und jeden Geldbeutel anbieten, sagte der Minister weiter. Besonders böte es sich für die Sanierung von gewerblichen oder kommunalen Gebäuden an. „Ob Häuserkomplex oder ganzes Wohnquartier, ob Schule, Sport- oder Stadthalle: Fast überall bestehen noch große Einsparpotenziale, die es zu nutzen gilt. Von einem geringeren Energieverbrauch profitieren private wie öffentliche Gebäudeeigentümer ebenso wie unsere Wirtschaft. Und nicht zuletzt steigert Contracting die Energieeffizienz unseres Landes und kann so einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten.“

Um das Thema in Baden-Württemberg weiter voranzubringen, hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft jetzt die Broschüre „Contracting im Energiebereich – Erfolgsbeispiele aus Baden-Württemberg“ veröffentlicht. Sie enthält 22 Beispiele von Projekten aus den Bereichen Öffentliche Hand, Unternehmen, Sozialeinrichtungen und Wohnungswirtschaft. „Ich wünsche mir, dass diese Beispiele viele Nachahmer finden und dazu beitragen werden, die Energieeffizienz im Land zu erhöhen.“

 

Die Broschüre ist auf der Homepage des Umweltministeriums erhältlich unter:

www.um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/publikation/did/contracting-im-energiebereich-erfolgsbeispiele-aus-baden-wuerttemberg.

Ergänzende Informationen:

Unter „Energie-Contracting“ versteht man die umfassende Zusammenarbeit mit einem Energiedienstleister, dessen Angebot sowohl die nötige Investition in die Steigerung der Energieeffizienz eines Gebäudes umfasst als auch die damit garantierte langfristige überdurchschnittliche Einsparung von CO2-Emissionen.

Die Leistungen des Contractors umfassen Planung, Bau und Betrieb sowie die Finanzierung einer Energieerzeugungsanlage oder einer technischen Gebäudeausrüstung. Ziel eines Energie-Contracting-Projekts ist die Effizienzsteigerung und letztlich die nachhaltige Reduktion der Energieverbräuche in einem Gebäude. Der Profit des Contractors entsteht durch die über die erreichte Effizienz eingesparten Kosten des Auftraggebers.

Beruhend auf diesem Prinzip finden unterschiedliche Modelle des Energie-Contractings und auch diverse Mischformen in der Praxis ihre Anwendung.

Weitere Informationen zum Thema „Contracting“ und zur „Contracting-Offensive Baden-Württemberg“ unter: www.um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/energieeffizienz/contracting

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