Bild - v.l. Jürgen Borho, Leiter des pädagogischen Bereiches in den Werkstätten, Bürgermeister von Elzach Roland Tibi, MdL Alexander Schoch, Thomas Himmelsbach, Leiter der Wohngruppe, Vorstand Fritz Dieterle

Schoch besucht die Stadt Elzach und besichtigt die Wohngruppen der Lebenshilfe

Im Rahmen seiner Landkreisbereisung besuchte der Grüne Landtagsabgeordnete Alexander Schoch die Stadt Elzach, wo er ein Informationsgespräch mit Bürgermeister Roland Tibi führte und die Wohngruppen der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal e. V. besuchte.

Alexander Schoch beglückwünschte Bürgermeister Roland Tibi zur erfolgreichen Durchführung des Naturparkmarktes. Der Bürgermeister und der Abgeordnete waren sich einig, dass der ländliche Raum seit einigen Jahren vor großen Herausforderungen steht. Die Ortsumfahrung Elzach bietet der Stadt neue Perspektiven, um auch für die Zukunft Arbeitsplätze zu sicher, die örtliche Nahversorgung sicher zu stellen, die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger von Elzach zu erhalten und zu sichern. Hierzu gehört natürlich auch ein qualitativ hochwertiger öffentlicher Personennahverkehr. Erfreut zeigte sich Alexander Schoch, dass der Flächennutzungsplan Windenergie nun in die Offenlage gegangen ist und dass es bereits Investoren gibt, die am Bau von Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft großes Interesse zeigen.

Der Bürgermeister und der Abgeordnete wurden von Vorstand Fritz Dieterle, Jürgen Borho, dem Leiter der pädagogischen Bereiche in den Werkstätten und Thomas Himmelsbach, dem Leiter der Wohngruppen empfangen und durch die Einrichtung geführt. Die Arbeit in den Wohnhäusern und den ambulant betreuten Wohnbereichen, so Jürgen Borho, ist konzeptionell auf die Weiterentwicklung der Gesamtpersönlichkeit von Menschen mit Behinderung ausgerichtet. Im Vordergrund steht eine individuelle Lebensgestaltung den Menschen zu ermöglichen und gleichzeitig auch Unterstützung und Geborgenheit zu bieten.

Der Vorstand berichtete, dass die Belegungsentwicklung in den Wohngruppen sich so darstellt, dass die Kapazitätsgrenze erreicht ist und es dringend notwendig ist gerade auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels die Barrierefreiheit in den Einrichtungen noch deutlich zu verbessern. Daher ist die Schaffung weiteren Wohnraums dringend nötig. In Elzach zeichne sich, so Herr Dieterle eine Lösung der angespannten Situation im Rahmen eines Investitionsprojektes in der Nähe des Schwimmbades ab. Auch im ambulant betreuten Wohnbereich ist die Nachfrage gestiegen. So hat sich gezeigt, dass es immer mehr Bewohner gibt, die einerseits zwar gerne alleine in der eigenen Wohnung leben möchten, aber andererseits eine starke Anbindung an ein Wohnhaus oder zu anderen Bewohnern benötigen. Alexander Schoch verwies auch als Kreisrat auf die Sozialplanung des Landkreises und machte deutlich, dass es noch immer schwierig ist eine sichere Prognose über die Entwicklung des Bedarfs an Plätzen des ambulanten und betreuten Wohnens abzugeben. Wichtig ist jedoch, dass wir im Landkreis kontinuierlich mit den Trägern prüfen, wie sich die Entwicklung darstellt. Für Thomas Himmelsbach stellt sich ein weiteres wichtiges Problem zur Gewährleistung des zukünftigen Betriebs der Einrichtungen, das des Fachkräftemangels. Hier war man sich einig mit dem arbeitsmarktpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, dass dies eine wichtige gesellschaftliche Herausforderung darstellt. Gerade eine frühe berufliche Orientierung in den Schulen kann mit dazu beitragen das Interesse an einem Beruf in den Gesundheits- und Pflegebereichen zu wecken. Für Alexander Schoch ist aber auch klar, dass gesellschaftspolitisch dringend auch nochmal darüber nachgedacht werden muss, ob nicht ein verpflichtender sozialer oder ökologischer Dienst wieder eingeführt wird.

Verwandte Artikel