Landwirte können für Grundwasserschutz weiterhin Geld vom Land erhalten

Alexander Schoch weist darauf hin, dass das Land Baden-Württemberg für Landwirte und Landwirtinnen im Südwesten weiterhin Ausgleichszahlungen für die Einschränkung der ordnungsgemäßen Landbewirtschaftung in Wasserschutzgebieten über die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) gewährt.

Deutschland war wegen unzureichender Umsetzung einer EU-Richtlinie zur Reduzierung von Nitrat im Grundwasser unter Druck der EU-Kommission geraten. Nun wurde die Genehmigung der SchALVO nach monatelangen Verhandlungen in Brüssel verlängert. Damit sind die jährlich knapp 20 Millionen Euro für den Grundwasserschutz rechtssicher gewährleistet. Mit diesen Ausgleichzahlungen werden beispielsweise Ernteausfälle entschädigt, die durch das Minimieren von Düngerausbringungen resultieren. Dies betrifft 8.000 Betriebe im Land Baden-Württemberg. Im Landkreis Emmendingen sind es rund 60 Antragsteller für rund 300 ha zuwendungsfähiger Fläche.

„Die Ausgleichszahlungen ist ein wirksames Anreizinstrument, um den Nitratgehalt im Grundwasser zu senken. Dies wurde nun auch von der EU-Kommission anerkannt.“, erklärte Alexander Schoch (GRÜNE). Intensive Landwirtschaft und überdüngte Böden seien Ursache für die zunehmende Nitrat- und Phosphatbelastung. Nitrat gefährdet grundsätzlich nicht die Gesundheit, kann aber im Körper zu dem Salz Nitrit umgewandelt werden, das unter anderem den Sauerstofftransport im Blut blockiert und im Verdacht steht, indirekt krebserregend zu sein. Erfreulicherweise besteht in Baden-Württemberg überwiegend der Trend zur Verbesserung der Wasserqualität.

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