Alexander Schoch und Sabine Wölfle begrüßen Mittel aus dem Entwicklungsprogramm für ländlichen Raum

Die beiden Landtagsabgeordneten Alexander Schoch (Grüne) und Sabine Wölfle (SPD) begrüßen die Bewilligung von beinahe 700.000 Euro Fördermittel durch die Landesregierung im Rahmen des Entwicklungspogramms Ländlicher Raum (ELR) 2015.

Wie Minister Alexander Bonde (Grüne) den beiden Abgeordneten mitgeteilt hat, wurden sieben Projekte aus Biederbach (73.530 Euro), Endingen (174.900 Euro), Sasbach (127.660 Euro), Simonswald (200.000 Euro) und Teningen (121.480 Euro) bewilligt.

„Ein toller Erfolg für die Gemeinden“, freuen sich die Landtagsabgeordneten Für das Programmjahr 2015 stellt die Landesregierung 48,2 Mio. € an Fördergeldern für das ELR zur Verfügung. Damit sollen 655 Projekte im Land mit einem Investitionsvolumen von 400 Mio. € umgesetzt werden. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unseren ländlichen Regionen verbessert werden“, so Wölfle und Schoch. Sie ergänzen: „Wir freuen uns, dass sich unser Einsatz für eine bessere Mittelausstattung des Ländlichen Raums im Haushaltsverfahren bezahlt gemacht hat und mit den ausgewählten Projekten ein aktiver Beitrag zur Modernisierung unserer Wirtschaft und zur Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze geleistet wird.“

Hintergrund:

Das ELR ist das zentrale Förderprogramm für den Ländlichen Raum. Die Landesregierung fördert mit Ihrer Strukturpolitik die Weiterentwicklung des Ländlichen Raums, damit er ein attraktives und zukunftsfähiges Lebens- und Wirtschaftsumfeld für die Menschen bleibt. Die grün-rote Landesregierung hat das ELR noch stärker als bisher auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich demografischer Wandel ausgerichtet. Der demographische Wandel ist nicht abwendbar, aber gestaltbar. Zurzeit leben im Landkreis Emmendingen 19,5 % im Alter von 65 Jahren und älter; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ist steigend. Vorausrechnungen sagen, dass es im Jahr 2030 27,3 % sein werden. Die grün-rote Landesregierung unterstützt mit dem novellierten ELR die Kommunen bei der aktiven Anpassung an die veränderten demografischen Bedingungen. Handlungsfelder sind angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels die Fachkräftesicherung im Ländlichen Raum, der Umbau der Infrastrukturellen Daseinsvorsorge, vor allem in Gemeinden mit rückläufigen Einwohnerzahlen, sowie die Gestaltung der Ortskerne angesichts zunehmender Leerstände. Das ELR eröffnet Perspektiven für eine innovative und nachhaltige Gemeindeentwicklung.

Die Auswahl der Orte und Projekte erfolgte in einem Wettbewerb der besten Ideen. Die Entscheidung über die Förderung von Orten und Projekten wird in einer jährlichen Programmentscheidung durch das Ministerium für Ländlichen Raum (MLR) getroffen. Bis zur Aufnahme der Orte und Projekte in die Programmentscheidung werden die Projekte in einem mehrstufigen Verfahren auch hinsichtlich ihrer strukturverbessernden Wirkung beurteilt. Je schwerwiegender die strukturellen Mängel, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Aktionen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm. Gemeinden, die sich intensiv mit ihrem Problemen, Herausforderungen und Zukunftsoptionen auseinandersetzten und zukunftsfähige Konzeptionen für ihre Weiterentwicklung erarbeitet haben, können mit mehrjährigen nachhaltigen finanziellen Unterstützungen vom Land rechnen. Die Mittel sollen gezielt zur Verbesserung von nachhaltigen Strukturen im Ländlichen Raum eingesetzt werden.

 

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