Equal Pay Day- Schoch MdL: „Das Thema Entgeltgleichheit muss endlich auf eine solide gesetzliche Grundlage gestellt werden“

Bis zum 20. März arbeiten viele Frauen in Deutschland statistisch gesehen ohne Gehalt – in Baden-Württemberg sogar noch länger. Im Ländle sei der Lohnunterschied zwischen Männern und
Frauen besonders groß, teilte der Landesfrauenrat am Mittwoch mit. Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen Schoch, fordert Maßnahmen für die wirksamere Umsetzung von Lohngerechtigkeit bei Frauen und Männern.

Rechnerisch müsse der Aktionstag „Equal Pay Day“ demnach nicht auf diesen Freitag, sondern auf den 8. April fallen. Der Unterschied zwischen den Brutto-Stundengehältern betrage hierzulande 27 Prozent.
Der «Equal Pay Day» markiert jenen Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt männlicher Beschäftigter zu kommen.

Das Thema Entgeltgleichheit muss endlich auf eine solide gesetzliche Grundlage gestellt werden, so Schoch.
Überdurchschnittlich viele Frauen sind im Niedriglohnsektor beschäftigt und arbeiten in Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, die in der Regel mit schlechteren Stundenlöhnen vergütet werden.
„Seit Jahren weisen wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Unternehmen mit gemischten Geschlechter-Teams eine höhere Motivation bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erkennen lassen und ein positiveres Bild des Unternehmens bei Verbraucherinnen und Verbrauchern erzielen. Des weiteren können solch vorbildliche Betriebe von einer gesteigerten Kreativität und Produktivität profitieren, die sich letztendlich im wirtschaftlichen Erfolg niederschlägt,“ so abschließend Alexander Schoch.

 

collage gabi helmchen

 

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