Mehr Möglichkeiten beim Heizungstausch

Der Energiepolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion: Sanierungsfahrplan schafft mehr Freiheit für Hauseigentümer beim neuen Erneuerbare-Wärme-Gesetz (eWärmeG)

„Das eWärmeG wird bürgerfreundlicher und sozial ausgewogener. Das ist auch gut für die über 35.000 Wohngebäude im Landkreis Emmendingen. Neben den Handwerkern profitieren Häuslesbesitzer von den erweiterten Möglichkeiten, wenn sie ihre Heizung austauschen“, erklärte MdL Schoch am Mittwoch nach der Verabschiedung des Gesetzes im Landtag. Laut eines Gutachten der Energieagentur Region Freiburg entsprechen über 70 Prozent aller Gebäude im Landkreis Emmendingen nicht den aktuellen energetischen Standards. Mit einer energetischen Gebäudesanierung, dem Einsatz von Techniken zur Energieeffizienz und Energiesparen bei der Wärme lassen sich bis zu 80 Prozent des Energieverbrauches in den Gebäuden senken.

Am 1. Juli 2015 tritt das neue Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) im Land in Kraft. Das hat am Mittwoch der Landtag mit den Stimmen von Grünen und SPD beschlossen. „Mit dem Gesetz wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich weiter vorangebracht“, so MdL Schoch. So sinke die Abhängigkeit von Öl und Gas, während der Klimaschutz gestärkt werde. „Das ist auch angesichts der internationalen politischen Lage ein wichtiges Ziel“, sagte der örtliche Landtagsabgeordnete Alexander Schoch.

Der Pflichtanteil von erneuerbaren Energien steigt von 10 auf 15 Prozent, dafür gibt es mehr Freiheit, die Vorgaben zu erfüllen. „Solarthermie ist nicht mehr die Ankertechnologie. Verschiedene Optionen können kombiniert werden, so kann es auch ohne Solaranlage individuelle Lösungen geben“, sagte MdL Schoch. So zähle zum Beispiel auch das Dämmen der Kellerdecke oder ein energetischer Sanierungsfahrplan zu den möglichen Wegen. Das gilt auch für Nichtwohngebäude wie Bürobauten, die bisher nicht im eWärmeG enthalten waren.

Zu den neuen Erfüllungsoptionen zählt auch der gebäudeindividuelle energetische Sanierungsfahrplan, der mit 5 % angerechnet werden kann. „Der Sanierungsfahrplan zeigt den Eigentümern, wie und mit welchen Mitteln und Kosten ihr Gebäude energetisch saniert werden kann“, erläuterte Alexander Schoch. Sowohl vom Land als auch vom Bund ist zudem eine finanzielle Förderung eines Sanierungsfahrplans vorgesehen.

Weitere Informationen zu den geförderten Energieberatungen und zum eWärmeG finden Hausbesitzer und Unternehmen unter www.bafa.de. Auskünfte erteilen auch die regionalen Energieagenturen im Land.

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