Alexander Schoch fordert Entgeltgleichheit und Frauenquoten für Führungspositionen

 

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Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen Schoch fordert Maßnahmen für wirksamere Umsetzung von Lohngerechtigkeit bei Frauen und Männern.

Aktuelle Zahlen belegen, dass sich trotz anhaltender politischer Diskussionen und Willensbekundungen der Wirtschaft an der existierenden Benachteiligung von Frauen bei Löhnen und Gehältern im wesentlichen nichts geändert hat. Der Lohnunterschied gegenüber Männern liegt im Branchenschnitt immer noch bei 22 Prozent. Der durchschnittliche Bruttolohn pro Stunde lag bei 15,56 Euro, während Männer auf 19,84 Euro kamen. Die Differenz bleibt damit das vierte Jahr in Folge unverändert.
Das Thema Entgeltgleichheit muss endlich auf eine solide gesetzliche Grundlage gestellt werden. Noch immer sind überkommende Rollenbilder von Männern und Frauen weit verbreitet und spielen bei der Ungleichbehandlung von Frauen sowohl im Alltag wie auch Beruf eine entscheidende Rolle.
Überdurchschnittlich viele Frauen sind im Niedriglohnsektor beschäftigt und arbeiten in Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, die in der Regel mit schlechteren Stundenlöhnen vergütet werden.

Neben der Entgeltgleichheit ist für Alexander Schoch eine Frauenquote in Führungsetagen als wichtiges gesellschaftliches Signal dringend erforderlich. Freiwillige Vereinbarungen sowie Fördermaßnahmen für Frauen in Führungspositionen sind zwar wichtige und unentbehrliche Maßnahmen, die jedoch nicht ausreichend geeignet sind um die vorhandene strukturelle Benachteiligung von Frauen angemessen auszugleichen. Die Ressourcen und Macht sind in den Unternehmen nach wie vor ungleich verteilt! Die bisherigen freiwilligen Vereinbarungen mit der Wirtschaft haben keinen ausreichenden Erfolg gezeigt.
„Eine Quote ist zwar kein Allheilmittel, sie kann jedoch ein wichtiges Signal setzen und eingebunden in gesetzliche Rahmenbedingungen sowie einen verbindlichen Fahrplan helfen bei der Umsetzung schneller voranzukommen,“ so Alexander Schoch.
Ein Blick in die Managementpositionen der Betriebe und Verwaltungen, auch in unserem Landkreis zeigen, dass es noch sehr viel Nachholbedarf gibt! „Die Hälfte der Macht den Frauen“ ist nicht nur ein Gebot der Gleichberechtigung innerhalb der Geschlechter, sondern auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.

„Seit Jahren weisen wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Unternehmen mit gemischten Geschlechter-Teams eine höhere Motivation bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erkennen und ein besseres Bild des Unternehmens bei Verbraucherinnen und Verbrauchern erzielen. Des weiteren können solch vorbildliche Betriebe von einer gesteigerten Kreativität und Produktivität profitieren, die sich letztendlich im wirtschaftlichen Erfolg niederschlägt,“ so abschließend Alexander Schoch.

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