Zweitkandidatin Michaela Ecker

Liebe Leser/innen, liebe Freundinnen und Freunde,

nächstes Jahr am 13. März 2016 steht eine wichtige Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Ich habe mich bereit erklärt, Alexander Schoch, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Emmendingen, als Zweitkandidatin zu unterstützen, und möchte mich hiermit kurz persönlich vorstellen:

Ich bin 60 Jahre alt, seit 37 Jahren verheiratet, habe 2 erwachsene Kinder und einen Enkelsohn. Seit 1986 lebe ich mit meinem Mann in Freiamt. Ich bin seit 2007 Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Freiburg, zuvor war ich über 8 Jahre Richterin am Verwaltungsgerichtshof in Mannheim. Um Zeit für meine politische Betätigung zu finden, werde ich ab Oktober für ein Jahr Teilzeit arbeiten. Nach meiner Ausbildung zur Mediatorin arbeite ich am Verwaltungsgericht auch als Güterichterin, eine Tätigkeit, die mir sehr viel Freude bereitet. Ich bin mir ganz sicher, dass ich die als Mediatorin erworbenen Fähigkeiten auch im Politikbetrieb fruchtbringend einsetzen kann.

Als Alexander Schoch an mich die Frage richtete, ob ich seine Zweitkandidatin werden wolle, habe ich nach kurzem Zögern alles in Bewegung gesetzt, um mir die Zeit für diese Aufgabe „freizuschaufeln“, denn ich war immer ein politischer Mensch und die an mich herangetragene Aufgabe reizte mich trotz meiner vielfältigen anderen Verpflichtungen sehr.

Schon früh habe ich mich für eine bessere Umwelt und für das Wohl meiner Mitmenschen engagiert. In meiner Jugend habe ich in der KJG (Katholische Junge Gemeinde) eine Jugendgruppe geleitet und Jugendfreizeiten begleitet. Später engagierte ich mich im BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) sowohl vor Ort in Freiamt, als auch im Landesverband (dort war ich die Juristin im Vorstand) und auch auf Bundesebene im Arbeitskreis Rechtsfragen, wo ich Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben erarbeitete und den BUND bei Expertenhearings im Bundestag vertreten habe.

Derzeit bin ich stellvertretende Vorsitzende in der Gesellschaft für Umweltrecht und außerdem Mitglied des Vereins für Umweltrecht, des BUND und des NABU (NaturschutzBund Deutschland).

In der Neuen Richtervereinigung (NRV) betätigte ich mich einige Jahre als Sprecherin der Fachgruppe Verwaltungsrecht, Asyl- und Ausländerrecht. Auch hier habe ich an Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben, vor allem zum Asyl- und Ausländerrecht mitgewirkt. Dies ist neben der Umwelt- und Naturschutzpolitik ein Aufgabengebiet, dem ich im Falle meines Einzugs in den Landtag meine besondere Aufmerksamkeit widmen würde, denn als Verwaltungsrichterin bin ich tagtäglich und unmittelbar mit der Situation von Asylbewerbern konfrontiert und sehe die Notwendigkeit rechtlicher Änderungen des Ausländer- und Asylrechts.

Im Jahre 2003 habe ich in der Neuen Richtervereinigung das Richterkabarett „RECHT SO?!“ gegründet, um zusammen mit anderen Mitgliedern der NRV aus dem ganzen Bundesgebiet vielfältige Probleme in Justiz und Gesellschaft aufzugreifen und sie mit Spaß und Spielfreude einem bundesweiten Publikum zu präsentieren, aus der Erkenntnis heraus, dass man/frau dies alles nur noch kabarettistisch bewältigen kann.

Neben all meinen Engagements und meiner beruflichen Tätigkeit war es mir in meinem Leben immer wichtig, genügend Zeit für meine Familie und auch Ruhephasen für mich zu finden. Ausgleich bieten mir meine Hobbys, das Singen in der Chorwerkstatt Emmendingen und das Turniertanzen im Tanzsportclub Teningen. Außerdem bin ich Mitglied im Sportverein und im Förderverein Jugend & Kultur in Freiamt.

Mit meiner Kandidatur möchte ich in erster Linie unseren Landtagsabgeordneten Alexander Schoch unterstützen und erreichen, dass er wieder in den Landtag einzieht und dass wir Grüne das Wahlergebnis der letzten Landtagswahl noch toppen. All meine Berufserfahrung und die in meinen vielfältigen Engagements erworbenen Kompetenzen werde ich darauf verwenden. Nach 58 Jahren schwarzer Politik in unserem Lande ist es mir sehr wichtig, dass die in der jetzigen Legislaturperiode in die Wege geleitete Politik in den nächsten fünf Jahren fortgesetzt wird. Der eingeleitete gesellschaftliche Wandel hin zu einer menschen- und bürgerfreundlichen Politik muss eine Konsolidierung erfahren.

Mit einer Willkommenskultur wollen wir Grüne auch den vor Bürgerkrieg und Verfolgung zu uns geflüchteten Menschen ein Zuhause geben. Es muss uns bewusst sein, dass das Grundrecht auf Asyl geschaffen wurde im Gedenken an die vielen Verfolgten der Nazizeit.

Ich will mich auch dafür einsetzen, dass die Energiewende nicht scheitert. Das Setzen auf erneuerbare Energien muss ein Exportschlager werden, ein nachahmenswertes Vorbild für andere Länder. Ressourcen schonendes Wirtschaften, der Schutz unserer Umwelt, die Achtung der Natur und unserer Mitgeschöpfe sind Ziele, die ich mit all meiner Energie erreichen will.

Ich bitte Sie daher, geben Sie der Partei Bündnis 90/Die Grünen und Alexander Schoch und mir Ihre Stimme.

 

Michaela Ecker

 

 

 Biographie in Stichworten

  • geb. 1954 in Karlsruhe
  • Abitur
  • Studium der Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Referendariat im Landgerichtsbezirk Freiburg
  • Verwaltungsrichterin in Freiburg
  • Richterin am VGH in Mannheim
  • Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Freiburg
  • Ausbildung zur Mediatorin
  • Güterichterin am Verwaltungsgericht

 

Politische und ehrenamtliche Ämter
  • Engagement BUND-Gruppe Freiamt bis 2001
  • Juristin im Landesvorstand des BUND Bad.-Württ. bis 1998
  • Sprecherin der Fachgruppe Verwaltungs-, Asyl- und Ausländerrecht der NRV (Neue Richtervereinigung) bis 2004
  • 2003 Gründung des Richterkabaretts und Mitwirkung bis heute
  • Stellvertretende Vorsitzende der GfU (Gesellschaft für Umweltrecht)

 

 

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